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Mönchengladbach: Ministerin Scharrenbach beim Bundestag der Schützen

Brauchtum in Mönchengladbach : Heimatministerin spricht beim Bundestag der Schützen

Eigentlich sollten am 18. September 25.000 Schützen am Fuß des Abteibergs zum Bundesschützenfest zusammenkommen. Wegen der Corona-Pandemie setzt Mönchengladbach an diesem Tag aber auf andere Weise ein Zeichen in der Krise.

Obwohl das Bundesfest der Schützen ausfallen muss, will Mönchengladbach am 18. September Zeichen des Zusammenhalts setzen. Statt des großen Bruderschaftstreffens, das 25.000 Schützen am Fuß des Abtreibergs zusammengeführt hätte, gibt es erstmals einen „Bundestag der Schützen“, der die soziale und gesellschaftliche Bedeutung des Brauchtums in Zeiten der Krise unterstreichen soll. Das Präsidium um Hochmeister Emanuel Prinz zu Salm-Salm und Bundesschützenmeister Emil Vogt ist dem Vorschlag des Gladbacher Gastgebers Horst Thoren gefolgt, der den „Bundestag der Schützen“ als Impulsveranstaltung mit Hauptvorstand und Vertretern des öffentlichen Lebens angeregt hatte und auch dessen Organisation übernimmt.

Zu den Diskussionsteilnehmern wird auch NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) gehören, die von Ministerpräsident Armin Laschet als Vertreterin der Landesregierung entsandt wird. Laschet, der die Schirmherrschaft des Bundesfestes übernommen hatte, wäre gerne selbst nach Mönchengladbach gekommen, kann aber aufgrund anderer terminlicher Verpflichtungen nicht persönlich teilnehmen.

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Der „Bundestag der Schützen“ bringt als Diskussionsplattform die Mitglieder des Hauptvorstandes (dazu gehören unter anderem alle Bezirksbundesmeister) mit Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Horst Thoren erhofft sich „ein starkes Signal für den Zusammenhalt“. Er sieht den Einsatz der Bruderschaften und Vereine in der Krise, aktuell bei der Bewältigung der Hochwasserfolgen, als beispielhaft an. „Schon in der Pandemie war die Hilfsbereitschaft beeindruckend“, sagt Thoren: „Jetzt packen Schützen erneut an.“

Das Tagungsprogramm steht unter Überschriften, die die Ausrichtung der Bruderschaften auf das Leitwort „Bruder sein ist mehr“ betonen sollen.  Der Tag beginnt am 18. September mit einer Dankmesse im Gladbacher Münster („Großer Gott wir loben dich“). Danach diskutiert Heimatministerin Scharrenbach mit Vertretern des Brauchtums und des öffentlichen Lebens über die Herausforderungen der Zeit und die Bedeutung der Schützenhilfe („Wir halten zusammen“). Gegen Mittag kommen die Teilnehmer im Borussia-Park zusammen („Elf Freunde sollt Ihr sein!“), wo sie von Präsident Rolf Königs begrüßt werden. Der Tag endet auf dem grünen Rasen mit Serenade und Zapfenstreich („Einigkeit und Recht und Freiheit!“). Das Schlusswort spricht Oberbürgermeister Felix Heinrichs „Mönchengladbach ist wie eine große Familie!“.

Die Gladbacher Gastgeber hoffen auf einen Mutmacher-Tag und verbinden ihre Einladung mit dem Hinweis aufs Bundesfest 2025: „Dann hoffentlich können wir in Mönchengladbach richtig groß feiern“, sagt Bezirksbundesmeister Horst Thoren. Der Bundestag der Schützen ist wegen der Corona-Regeln nicht öffentlich. Die Einladung erfolgt über die Bundesgeschäftsstelle. Namentliche Anmeldung ist wegen der Corona-Schutzverordnung erforderlich. Es gilt die 3G-Regel.

(RP)