Mönchengladbach: Messdiener von St. Anna bei 72-Stunden-Aktion dabei

Aktion in Windberg und Waldhausen : 72 Stunden für den guten Zweck

Messdiener der Kirche St. Anna nahmen an einer Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend teil. Das gesamte Wochenende waren sie dazu im Einsatz – und ließen sich auch nicht entmutigen, wenn zwischenzeitlich Besucher ausblieben.

Magdalena und Simon Nolte sind Messdiener aus Überzeugung. Die Geschwister sind bereits seit elf beziehungsweise zwölf Jahren Teil des Messdiener-Teams der Kirche St. Anna Waldhausen/Windberg und mittlerweile zur Leitung aufgestiegen. Die Messdienerinnen und Messdiener waren Teil der sozialen 72-Stunden-Aktion, die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Bistum Aachen ins Leben gerufen wurde. 2019 stand sie unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“.

Die Geschwister hatten sich für die „Do It“-Variante der Aktion entschieden. Das bedeutet, dass sie sich das Programm selbst aussuchen durften. Für ihre 72 Stunden, die am Freitagabend begannen, wählten sie die Thematik „auf den Weg machen“. Diese konnten sie auch gut auf ihre eigene Situation beziehen – die Aktion am Samstag, die der Höhepunkt des „Triathlons“, wie sie es nennen, sein sollte, wurde nämlich nicht so gut angenommen. Jeweils von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr wollten die jungen Messdiener der älteren Bevölkerung bei Technikfragen helfen. „Bisher hatten wir leider noch keine Besucher“, sagte Magdalena Nolte nach dem ersten Block. Entmutigen ließen sie sich jedoch nicht: „Für später haben sich schon Leute angemeldet.“

„Auf den Weg machen“ bedeutet für die Messdienergeschwister auch, neue Wege einzuschlagen, etwas Außergewöhnliches auszuprobieren. „Genau das tun wir ja mit unserer Teilnahme“, erklärte Simon. „Deshalb passt die Thematik auch so gut zu uns. Zwar ist es schade, dass die Aktion nicht so gut angenommen wird wie gehofft, doch wir sehen die positiven Seiten.“ So wurde durch die viele Zeit, die bei der Planung zusammen verbracht wurde, beispielsweise die Gemeinschaft untereinander gestärkt, ergänzte Magdalena Nolte. „Wenn man neue Wege einschlägt, versucht man natürlich alles zu planen, ein Restrisiko bleibt jedoch immer. Aber wir sehen es als eine neue Herausforderung, die wir gemeistert haben.“

Die 72-Stunden-Aktion begann am Freitag. Die Messdiener aus Waldhausen und Windberg entschieden sich dazu, den Triathlon mit Impulsen einzuleiten. Wie an allen Tagen fand auch diese Veranstaltung auf dem Kirchplatz vor St. Anna statt. Gemeinsam wurden Texte zum Thema „auf den Weg machen“ gelesen und passende Musik gehört – darunter auch moderne Lieder. „Der Freitag ist wirklich gut angekommen, wir hatten viele Besucher“, sagten die Messdiener.

Magdalena Nolte (21) wurde Messdienerin, als sie neun Jahre alt war. Ihr jüngerer Bruder Simon kam ein Jahr später dazu, damals war er sieben. Auch ihr Vater war 16 Jahre lang Messdiener. Den Noltes gefallen besonders die Gemeinschaft und der Zusammenhalt untereinander. „Würden wir wirklich nur stur vorm Altar stehen und den Messen beiwohnen, hätten wir bestimmt nicht mehr so viele Mitglieder“, sagte Simon Nolte. „Wir machen viele Fahrten, Ausflüge und Aktionen und verbringen einfach unsere Freizeit miteinander. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass so viele Menschen mit den gleichen Interessen zusammenkommen können.“

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