Gerichtsprozess in Mönchengladbach Plädoyers im Dopinghandel-Prozess

Mönchengladbach · Im Prozess um Dopinghandel fordert die Staatsanwaltschaft mehrjährige Haftstrafen. Die Angeklagten hätten ein Geschäftsmodell verfolgt.

 Das Gericht in Mönchnegladbach.

Das Gericht in Mönchnegladbach.

Foto: Bauch, Jana (jaba)

Im Prozess um einen groß angelegten Dopinghandel wurden am Dienstag die Plädoyers gehört. Die Staatsanwaltschaft forderte für einen 56-Jährigen, dem der Besitz von Dopingmitteln in nicht geringer Menge sowie der gewerbsmäßige Handel vorgeworfen wird, eine dreijährige Haftstrafe. Er habe durch den Dopinghandel „sukzessive ein Geschäftsmodell verfolgt und sich davon Gewinn erwartet“. Durch die erhebliche Überschreitung einer nicht geringen Menge an Dopingmitteln sei ein „minderschwerer Fall in so weiter Ferne, dass ich darüber kein Wort verlieren möchte“, sagte die Staatsanwältin. Der Verteidiger des Mannes erklärte, sein Mandant sei kein Krimineller, auch wenn er sich gegen die Rechtsordnung verhalten habe. Trotz der diversen Taten forderte der Verteidiger eine bewährungsfähige Strafe unter Auflagen.