Bilanz der Commerzbank Mönchengladbach Gladbacher legen wieder mehr Geld aufs Sparbuch

Mönchengladbach · Angesichts deutlich gestiegener Zinsen sparen wieder mehr Menschen Geld, legen es aber meist eher konservativ an, so die Commerzbank in ihrer Bilanz für 2023. Wie sich das Geschäft mit Krediten entwickelt hat.

 Die Commerzabnk-Zentrale am Bismarckplatz in Mönchengladbach.

Die Commerzabnk-Zentrale am Bismarckplatz in Mönchengladbach.

Foto: Andreas Gruhn

(RP) Das gestiegene Zinsniveau und die anhaltende Inflation haben im vergangenen Jahr über alle Kundengruppen hinweg zu einem großen Beratungsbedarf bei der Commerzbank Mönchengladbach geführt. Das teilte das Unternehmen mit. „Speziell bei unseren Privatkunden hat das Interesse an Sparprodukten aufgrund attraktiver Zinsangebote stark zugenommen“, sagt Gregor Roeb, Leiter Private Banking und Wealth Management der Commerzbank für das Gebiet Mönchengladbach. Das Einlagenvolumen ist entsprechend in dem Segment im vergangenen Jahr in Mönchengladbach um 13,1 Prozent auf 482,3 Millionen Euro gestiegen.

Bestätigt wird der Trend durch eine aktuelle Studie, die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Bank durchgeführt hat. Demnach ist für die Hälfte Bewohner Nordrhein-Westfalens das Tages- oder Festgeldkonto beziehungsweise das Sparbuch die beliebteste Sparform. „Das ist sicherlich auf die wichtigsten Bedürfnisse der Befragten zurückzuführen: Sicherheit und Verfügbarkeit“, so Roeb weiter. Laut Studie sparen 75 Prozent der Befragten. Knapp die Hälfte davon legt monatlich 150 Euro oder mehr beiseite. „Allerdings wird oft renditeschwach gespart. Dabei ist fehlendes Wissen meist der Hauptgrund, nicht in Wertpapiere zu investieren“, so Roeb.

Die Studie zeigt, dass sich nur jeder Zehnte sehr gut mit Finanz- und Anlageprodukten auskennt. Auch wenn in Nordrhein-Westfalen 23 Prozent Aktien, Fonds, ETFs oder andere Wertpapieranlagen besitzen, geben drei von fünf Befragten an, keine Anlagestrategie zu haben.

Das Wertpapiervolumen in den Kundendepots der Commerzbank Mönchengladbach stieg im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent auf nun 771 Millionen Euro. Zugleich steige die Nachfrage nach Sachwertanlagen wie in erneuerbare Energien und nachhaltige Infrastrukturprojekte, so Roeb.

Auf der Kreditseite führte das gestiegene Zinsniveau bei Unternehmen unter anderem dazu, Finanzierungen neu zu strukturieren. „Aufgrund der inversen Zinsstruktur, also wenn Zinsen für kurze Laufzeiten höher liegen als für lange, wurden längerfristige Finanzierungen verstärkt nachgefragt“, sagt Jens Koschik, Niederlassungsleiter Firmenkunden. „Trotz einer aktuell spürbaren Investitionszurückhaltung erwarten wir aufgrund der Transformationsherausforderungen, vor denen die Wirtschaft steht, eine steigende Kreditnachfrage.“

Insgesamt lag das Kreditvolumen im Segment Unternehmerkunden Ende 2023 in Mönchengladbach stabil bei 250,2 Millionen Euro, im Firmenkundenbereich, also der größeren mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 15 Millionen Euro, bei gut einer Milliarde Euro (plus 24 Prozent).

(RP)
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