Mönchengladbach: Marienschüler schreiben Weihnachtsbuch

Aktion von Gymnasiasten aus Mönchengladbach: Marienschüler schreiben Weihnachtsbuch

Beim Tag der offenen Tür am kommenden Samstag ist das Buch zu haben. Es richtet sich an Neun- bis Zwölfjährige.

Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Wer jetzt durch die lauten, glitzernden Innenstädte geht, findet nicht unbedingt eine Antwort auf diese Frage. Aber die Schüler der Bischöflichen Marienschule beantworten sie – mit einem wunderschön gestalteten Buch, in dem sie mit eigenen Worten von der Geburt Jesu erzählen und sie mit sehr gelungenen Aquarellen illustrieren. Es richtet sich an die Neun- bis Zwölfjährigen und ist am Tag der Offenen Tür am kommenden Samstag in der Marienschule erhältlich. „Erzähl mir von Jesus“ heißt das kleine Buch.

Die Schüler des evangelischen Religionskurses der achten Jahrgangsstufe erzählen die Weihnachtsgeschichte gleich zweimal – einmal so, wie sie der Evangelist Lukas überliefert hat. Sie schildern die Reise nach Bethlehem, die Geburt im Stall, das Kind in der Krippe, die Hirten auf dem Feld. Im zweiten Teil des Buches berichten sie von den drei Sterndeutern, im Volksmund Könige genannt, von denen der Evangelist Matthäus erzählt. „Für Matthäus ist wichtig, dass der Retter für die ganze Welt geboren ist“, erklärt Religionslehrer Wolfgang Rescheleit. „Für Lukas steht im Mittelpunkt, dass Jesus zu den Armen kommt.“ Sie habe die Unterschiede im Einzelnen vorher nicht gekannt, sagt die 13-jährige Lucy. „Es ist spannend, wie sich die Bedeutung durch diese Details ändert.“ In ihrer Erzählung haben die jungen Autoren vor allem auf die Verständlichkeit ihrer Sprache geachtet. „Wir wollten, dass die jüngeren Schüler alles verstehen, aber gleichzeitig wollten wir auch Gefühle vermitteln“, erklärt Katharina.

Auch die Illustrationen tragen viel zur weihnachtlichen Stimmung bei, die durch das Büchlein erklärt und hervorgerufen wird. Es sind Aquarelle, an denen Schüler unterschiedlichsten Alters gearbeitet haben, von der 7. Klasse bis zur Oberstufe. Die 17-jährige Nina hat die Evangelisten bei der Arbeit am Schreibtisch porträtiert, Kasper hat sowohl am Text mitgearbeitet als auch an den Bildern. Adrian und Konrad haben das große Bild in der Mitte des Buchs geschaffen – die klassische Krippenszene mit Maria und Josef.

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Es sind aber auch die Weisen aus dem Morgenland zu sehen – obwohl die Krippe und die Sterndeuter nicht im gleichen Evangelium auftauchen. Weil das Bild zwischen beiden Geschichten steht und die Elemente damit vereint. Alle, die an der Illustration mit gemalt haben, hatten bestimmte Vorgaben zu beachten: die Gesichter auf den Bildern sollten nicht zu deutlich sein, die Bilder sollten auslaufen. Das hat funktioniert. „Die Bilder haben einen einheitlichen Duktus“, sagt Kunstlehrerin Annika Kolle zufrieden.

Angestoßen hatte das ganze Projekt Schulleiterin Angela Göbel. „Es ist wichtig, den Kindern zu zeigen, dass Weihnachten anders ist und nicht auf den Coca-Cola-Weihnachtsmann zu reduzieren“, sagt die Schulleiterin über das Projekt.

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