1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Mags fällt 60 Ahorne im Rheydter Stadtwald wegen Rußrindenkrankheit

Baumfällungen in Mönchengladbach : Mags fällt 60 Ahorne im Rheydter Stadtwald

Die Bäume sind von Pilzen befallen. Wie das aufgefallen ist, ob es Neupflanzungen geben soll und warum die Fällungen trotz Brut- und Setzzeit durchgeführt werden.

Durch den Stadtwald rollt schweres Gerät. Seit vergangener Woche laufen dort Fällarbeiten, die insgesamt 60 Ahorne betreffen. Das teilte die Mags mit. Der Grund für die Arbeiten: Die Bäume sind befallen mit der sogenannten Rußrindenkrankheit. Baumkontrolleure haben diese bei den Ahornen im Rheydter Stadtwald festgestellt. „Weil die Gefahrenbäume an eine Kleingartenanlage und Wohnbebauung grenzen, beginnen die Fällarbeiten unverzüglich, um die Verkehrssicherheit herzustellen“, erklärt die Mags.

Gefällt werden Bäume in der Nähe der Schützenstraße, von der ein Weg in den Stadtwald führt. Ein Schild weist die Spaziergänger auf die Arbeiten hin. Einige der gefällten Bäume liegen neben den Gehwegen, andere sind markiert – und werden zeitnah ebenfalls gefällt.

Zur Rußrindenkrankheit erklärt die Mags: Zu erkennen ist die Erkrankung an einem schwarz-rußigen Pilzbelag auf der Rinde. Durch die Rußrindenkrankheit welken zuerst die Blätter einzelner Äste, innerhalb kürzester Zeit stirbt der gesamte Baum ab. Befallene Bäume können Äste verlieren. Zudem ist die Standsicherheit der Bäume nicht mehr gegeben.

  • Mehrere Straßen und Friedhof Giesenkirchen gesperrt : Mags kämpft weiter mit Folgen des Sturms in Mönchengladbach
  • Unwetter in Mönchengladbach : Sturmschäden halten Einsatzkräfte in Atem
  • Umgestürzte Bäume gab es vor allem
    Unwetter im Kreis Viersen : Orkanartige Böen und Starkregen treffen Willich

Ist dies der Fall, ist automatisch auch die Verkehrssicherung nicht mehr gegeben. Waldbesucher (oder auch Tiere) könnten verletzt werden. Die Mags spricht dann von einer „Gefahrenfällung“. Diese wird zeitnah durchgeführt – auch wenn gerade Brut- und Setzzeit ist und die regulären Fällarbeiten nicht durchgeführt werden.

Letztere sind auf der sogenannten „Fällliste“ der Mags festgehalten. Darauf standen Anfang des Jahres insgesamt 824 Bäume, die wegen ihrer Schäden gefällt werden müssen. Dort ist den Angaben nach „ein Erhalt der Bäume auch nach bestem fachlichen Ermessen nicht mehr möglich oder sinnvoll“. Mit den Daten geht die Mags transparent um und zeigt auf, wo wie viele Bäume und aus welchem Grund gefällt werden. Grund für Fällungen sind in der Regel Absterbe-Erscheinungen wegen der Trockenheit, Pilz- oder Schädlingsbefall, irreparable Schäden (auch durch den Sturm) oder Verwurzlungsschäden in umliegenden Belägen.

Wie eine Mags-Sprecherin erklärt, zählen die „Gefahrenfällungen“ nicht zu jenen auf der Fällliste, die im Herbst und Winter abgearbeitet wird. Bei den Ahornen im Rheydter Stadtwald sei Gefahr im Verzug, sodass die Arbeiten unmittelbar durchgeführt werden. Eine Ersatzpflanzung ist für den Herbst geplant. Dann wird eine Wiederaufforstung im Sinne des Mischbestandes erfolgen. Dieser ist gewünscht, damit der Wald trotz des Klimawandels weiter erhalten werden kann.