„Letze Generation“ in Mönchengladbach Blockade der Klima-Kleber an Kaldenkirchener Straße aufgelöst

Update | Mönchengladbach · Aktivisten der „Letzen Generation“ haben am Freitagnachmittag die Fahrbahn der Kaldenkirchener Straße/Ecke Schürenweg besetzt, der Verkehr kam für mehrere Stunden zum Erliegen.

Mönchengladbach: Fotos von der Blockade der Letzten Generation auf der Kaldenkirchener Straße
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„Klima-Kleber“ blockieren stundenlang die Kaldenkirchener Straße

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Foto: Carsten Pfarr

Die Autos stauten sich am Freitagnachmittag, 8. Dezember, auf der Kaldenkirchener Straße in Fahrtrichtung stadteinwärts. Grund dafür war nicht ein zu hohes Verkehrsaufkommen zur Feierabendzeit, sondern eine Aktion der Aktivistengruppe „Letzte Generation“. Einige Mitglieder klebten sich an der Ecke zum Schürenweg gegen 16.30 Uhr auf die Fahrbahn, andere hielten Plakate hoch, auf denen Sprüche standen wie „Weg von Fossil, hin zu gerecht“.

 Stadteinwärts staute sich der Verkehr.

Stadteinwärts staute sich der Verkehr.

Foto: Carsten Pfarr

Autos standen auf der Kaldenkirchener Straße mindestens bis auf Höhe des Friedhofs, einige Fahrer waren sichtlich ungehalten über die Aktion. Die Polizei ist mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort. Sie hat die Kaldenkirchener Straße in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Der Verkehr wurde über Nebenstraßen umgeleitet. Dadurch löste sich inzwischen auch der Stau in Richtung Innenstadt auf. Gegen 18.10 Uhr klebten die Aktivisten noch auf der Fahrbahn. Die Polizei nutzte Lösungsmittel, um ihre Hände vom Asphalt zu lösen. Eine halbe Stunde später war auch die letzte Aktivistin vom Boden gelöst. Die Personalien aller beteiligten Personen wurden von der Polizei aufgenommen. Die Aktivisten erhielten Platzverweise.

Den Grund für die Protestaktion nennt die Letzte Generation in einer von ihr veröffentlichten Pressemitteilung: „Auf der Klimakonferenz in Dubai überschlagen sich die Alarmmeldungen der Wissenschaft zur Klimakatastrophe“, wird dort der Aktivist Lasse Schulz zitiert. „Wir erwarten sozial gerechte Maßnahmen, damit Deutschland als drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt bis 2030 aus den fossilen Energien aussteigt. (...) Die Politik muss jetzt die Rahmenbedingungen setzen. Dafür protestieren wir.“

(capf/cwe)
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