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Mönchengladbach: Land gibt 2020 fast 13 Millionen Euro für Wohnungsbau

Wohnungsbau in Mönchengladbach : Land gibt fast 13 Millionen Euro für Wohnungsbau

8,8 Millionen Euro sind für Sozialwohnungen vorgesehen. Die Gesamtförderung in Mönchengladbach ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben.

Das Land stellt in diesem Jahr fast 13 Millionen Euro als Wohnraumfördermittel für Bauprojekte in Mönchengladbach zur Verfügung. Das geht aus einer Aufstellung des NRW-Bauministeriums hervor, wie die Gladbacher CDU-Landtagsabgeordneten Jochen Klenner und Frank Boss mitteilten. 8,8 Millionen Euro davon sind als Fördersumme für Mietwohnungsbau vorgesehen, also für den Bau von Sozialwohnungen, die damit mietpreisgebunden und für besonders bedürfte Bürger reserviert sind. Weitere 2,7 Millionen Euro sind für Eigentumsmaßnahmen vorgesehen, der Rest für Modernisierungen.

Damit ist die Gesamtförderung für Mönchengladbach im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Im vergangenen Jahr wurde für den sozialen Wohnungsbau eine Fördersumme in Rekordhöhe von knapp 11,5 Millionen Euro bewilligt. Eigentlich hatte das Land lediglich 8,8 Millionen Euro bereitgestellt. Aber auch das war angesichts der selten in voller Höhe abgerufenen Fördermittel aus den Vorjahren schon viel. „Nun geht es darum, trotz schwieriger Gesamtlage diese Mittel auch in unserer Stadt gut auszuschöpfen, um so einen wichtigen Beitrag für bezahlbaren Wohnraum für die Menschen in unserer Stadt zu leisten“, teilten Klenner und Boss mit. „Der Neubau von Mietwohnraum, die Modernisierung alter Bestände, studentisches Wohnen und energetische Gebäudesanierung müssen ein elementarer Bestandteil unserer Wohnraumstrategie sein.“

Der Bedarf an Sozialwohnungen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, wobei der Bestand immer kleiner wurde, weil Wohnungen aus der Mietpreisbindung fielen und nur wenige neu gebaut wurden. Alleine zwischen 2012 und 2017 ist der Bestand an öffentlich geförderter Wohnungen in der Stadt von 8830 auf 7122 geschrumpft. Zwar hat sich auch die Zahl der Wohnungssuchenden mit einem Wohnberechtigungsschein um 9,4 Prozent im Zeitraum von 2012 bis 2017 verringert. Allerdings kamen auf eine verfügbare preisgebundene Wohnung insgesamt rein rechnerisch 3,8 wohnungssuchende Haushalte, wie die empirica AG im Wohnungsmarktbericht der Stadt aufzeigt.

Derzeit werden 122 neue Sozialwohnungen in Mönchengladbach gebaut. 105 weitere mietpreisgebundene Wohnungen sind bewilligt, allerdings hat der Bau noch nicht begonnen. Nun hat die Stadt Klarheit darüber, wie viele neue Sozialwohnungen in diesem Jahr bewilligt werden können.