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Mönchengladbach: Kreuzblume für Brandts Kapelle - Bauwerk wird saniert

Bauwerk in Mönchengladbach wird saniert : Kreuzblume für Brandts Kapelle

Die Sanierung des Bauwerks geht voran. Nun wurde eine Kreuzblume an die Fassade der Kapelle angebracht und gesegnet. Am Mitte September soll die Brandts Kapelle wieder genutzt werden.

Rechts oberhalb des Portals ziert nun eine neue Kreuzblume die Fassade der Brandts Kapelle. Die Arbeit ist das Meisterstück des Steinmetzes und Steinbildhauers Christian Mörkens. Der 34-jährige Mitarbeiter des Dürener Steinmetzbetriebes Plinz fügte seine Arbeit eigenhändig am vorbestimmten Platz ein. Der Akt war offensichtlich nicht nur für den jungen Mann ein außergewöhnliches Ereignis.

In seinem Leben sei es ihm noch nicht untergekommen, dass ein junger Meister sein Meisterstück in ein zu sanierendes Bauwerk einfügen konnte, kommentierte Ekkehard Mertens die Besonderheit. Dank der neuen Kreuzblume sei die Kapelle als besonderer Ort durch ein besonderes Kleinod ergänzt, so der für die Sanierung zuständige Architekt beim Ortstermin zum aktuellen Stand der Arbeiten.

Der ungewöhnliche Charakter des Treffens an der Brandts Kapelle wurde abermals gekennzeichnet über die Segnung der neuen Kreuzblume durch Propst Peter Blättler.  Es sei das erste Mal, dass er eine Kreuzblume segnen dürfe. Der Ritus sei auch Ausdruck für die Segnung der Kapelle und aller Menschen, die eintreten, betonte der Geistliche der Pfarre St. Vitus.

Beim Rundgang durch die Kapelle dankte Johannes Eschweiler dem Gast, dem Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär Günter Krings, für die Unterstützung des Bauvorhabens. Ohne die Zusage über Fördermittel des Bundes wäre die Sanierung nicht möglich, so der Vorsitzende der Stiftung Volksverein. Von der Corona-Krise seien auch vor allem arbeitslose Menschen schwer getroffen. Zur finanziellen Not käme oft die Einsamkeit dazu. Darum sei es gerade jetzt wichtig, dass die Brandts Kapelle bald wieder mit Leben gefüllt werden könne, sagte Eschweiler zur Bedeutung des kleinen Gotteshauses als Treff am Kapellchen. Er versicherte, dass der Ort über Volksverein, Steyler Missionsschwestern und Hauptpfarre eingebunden sei in die so wichtige Diskussion über ethische Fragen.

Krings hob die Bedeutung der Brandts Kapelle als markantesten Ort in der jüngeren Geschichte Mönchengladbachs hervor. „Die Kapelle versinnbildlicht, wofür die Stadt steht: für die Tradition des Volksvereins, für das Zugehen auf Menschen aus allen sozialen Schichten“, sagte der CDU-Politiker.

Zum Stand der Sanierung berichtete Architekt Mertens: Die Arbeiten werden voraussichtlich im September abgeschlossen. Im Außenbereich müssen noch ein paar Steine „versetzt“ werden. Das Gerüst soll möglichst noch im Juni abgebaut werden. Im Inneren wurde die Fußbodenheizung aus den 1970er Jahren ausgebaut, weil sie dem Raumklima nicht zuträglich war. Stattdessen wird eine moderne Variante der früheren Luftheizung eingebaut. Die jetzt einheitlich eben gehaltene Bodenfläche erlaubt eine bessere Bestuhlung als in früheren Jahren zu wechselnden Veranstaltungsformaten wie Vorträgen.

Der mit Fliesen ausgelegte Mittelgang wird noch repariert. An Stelle der einstigen, seitlichen Holzpodeste wird belgischer Granit verlegt. Nach Abschluss dieser Arbeiten werden Gerüste für die Malerarbeiten aufgebaut. Zum Tag des Denkmals am 13. September soll die Brandts Kapelle wieder der Nutzung übergeben werden.