Mönchengladbach: Krankenhaus Neuwerk hat neues Bettenhaus

Krankenhaus Neuwerk : Neue Betten und Zimmer für Patienten

Noch ein paar Restarbeiten sind nötig, dann können die ersten Patienten kommen: Das neue Bettenhaus des Neuwerker Krankenhauses bietet mit Ein- und Zweibettzimmern mehr Komfort als bisher.

Es sei ein erster Schritt, sagt Markus Richter, Geschäftsführer des Neuwerker Krankenhauses, über den Neubau an der Dünner Straße. Aber es ist auch kein kleiner Schritt, der während der vergangenen beiden Jahre getan wurde: Das bestehende Krankenhausgebäude wurde um einen Anbau erweitert, der Patienten in geräumigen Ein- und Zweibettzimmern einen komfortableren Aufenthalt bieten soll als bisher. Auf einer Wahlleistungsstation können zudem Privatpatienten, Zusatzversicherte oder Selbstzahler sogar hotelähnlichen Standard mit Flachbild-TV, W-LAN, Minibar, geräumigem Bad und einer Möblierung in eleganter Holzoptik in Anspruch nehmen. Was in dem jetzt eingeweihten Neubau verwirklicht und schon bald von den ersten Patienten zu nutzen sein wird, soll einmal im ganzen Neuwerker Krankenhaus Standard werden.

Denn das Mitte der 1960-er Jahre eröffnete Haus will auch die Stationen seines Altbaus modernisieren. Dafür sind noch einmal gut zweieinhalb Jahre vorgesehen. An der Bettenzahl von insgesamt 310 ändert sich durch all das unterm Strich nichts. Für die Patienten soll es allerdings komfortabler werden, und auf der Wahlleistungsstation sogar wesentlich komfortabler. Eine Leistung, die auch andere Kliniken in Mönchengladbach anbieten. Und auch eine, die in wachsendem Maße gefragt werde, sagt Markus Richter. „Der Neubau ist ein Produkt des Wettbewerbs unter den Krankenhäusern“, erklärte der Geschäftsführer bei der Einweihung. 25 Millionen Euro kostet das gesamte Aus- und Umbauprojekt. Zwei Drittel der Summe bringt das zur St.-Augustinus-Gruppe gehörende Haus selbst auf. Das restliche Drittel schießt das Land Nordrhein-Westfalen zu.

Für diese Investition gibt es schon jetzt im Neubau Zimmer, die etwa mit Hebevorrichtungen und bei der Konzeption des Bades speziell für stark übergewichtige Patienten eingerichtet sind – passend für das Adipositas-Zentrum, das ein medizinischer Schwerpunkt des Hauses ist. Zimmer für Demenzpatienten der Abteilung Altersmedizin gehören auch zum Raumprogramm. Und noch etwas stand auf der Liste der Bauarbeiten, von dessen Ergebnis Patienten profitieren, allerdings ohne davon viel zu sehen: Eine neue Energiezentrale neben dem Personalwohnheim bringt die Stromversorgung auf zeitgemäßen Standard.

Bei der Einweihung des Neubaus gehörte auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zu den Gästen, die sich in dem Haus umschauten. Ein bisschen war das auch eine Rückkehr zu den ganz persönlichen Ursprüngen. Denn Reiners wurde in Neuwerk geboren, freilich nicht im Altbau aus den 60-er Jahren, sondern in dessen Vorgänger, wie der 64-Jährige einräumen musste. Er bescheinigte den Gastgebern, zu den wichtigen Grundversorgern in der Krankenhauslandschaft der Region zu gehören.