Mönchengladbach: Konzept für Radschnellweg wird erarbeitet

Verbindung Mönchengladbach-Krefeld : Konzept für Radschnellweg wird erarbeitet

Die Realisierung einer rund 15 Kilometer langen Radschnellwegeverbindung vom Hauptbahnhof in Krefeld bis zur Süchtelner Straße in Mönchengladbach nimmt Fahrt auf. Die jetzt von der Bahnflächen Entwicklungsgesellschaft NRW mbH (BEG) in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie des Büros Berg & Partner Aachen soll zeigen, ob der Ausbaustandard für Radschnellwege mit mindestens vier Metern Breite durchgängig möglich ist.

In dieser Studie werden nun verschiedene umsetzungsfähige Varianten mit detaillierter Trassenbeschreibung, Führungsform, Querungen und Kreuzungen erarbeitet.

Auch die städtebauliche, gestalterische und verkehrliche Einbindung dieser Radschnellwegeverbindung wird – ergänzt um einige punktuelle Lösungen und Kostenermittlungen für Einzelabschnitte und einige Sonderbauwerke – im Rahmen dieser beauftragten Studie untersucht. Mit Unterstützung der BEG planen die Städte Krefeld, Willich und Mönchengladbach in Kooperation mit dem Kreis Viersen dieses Leitprojekt, das Teil einer zukunftsweisenden Nahmobilitätsstrategie ist.

„Eine Radschnellwegeverbindung bis nach Krefeld ist der nächste wichtige Schritt, um die Radverkehrsinfrastruktur in Stadt und Region weiter zu verbessern. Für Radfahrer müssen die Ziele erreichbar sein, ohne Umwege und schlechte Wegeverhältnisse in Kauf nehmen zu müssen. Eine direkte Radwegeverbindung bis nach Krefeld ist eine echte und schnelle Alternative zum Auto“, erklärt der Mönchengladbacher Stadtdirektor und Technische Beigeordneter Gregor Bonin. In Willich wurde bereits ein 5,5 Kilometer-Teilstück realisiert, eine Weiterführung bis nach Duisburg und eine Anbindung an den RS1 sei perspektivisch geplant.

Bereits 2010 wurden in einer Studie des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung NRW die Potenziale einer solchen Trasse untersucht. Darauf aufbauend wurde 2015 eine interkommunale Arbeitsgemeinschaft gegründet, um sich am Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes NRW beteiligen zu können.

Der Radschnellweg ist das Schlüsselprojekt der interkommunalen Mobilitätsoffensive. Neben der BEG als Auftraggeberin und Koordinatorin der Deutschen Bahn AG und den beteiligten Kommunen werden auch der Landesstraßenbetrieb Straßenbau NRW, die Untere Landschaftsbehörde sowie die Umweltverbände (NABU/BUND) und Radfahr- bzw. Mobilitätsverbände in diese Machbarkeitsstudie eingebunden. Letztlich geht es auch darum, eine klimafreundliche Alternative zum Autoverkehr auf der Straße herzustellen.

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