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Mönchengladbach: Kontaktpersonen sollen warten, bis das Gesundheitsamt sich meldet

Kontaktverfolgung in Mönchengladbach : Stadt: Corona-Infizierte sollen ihre Kontakte informieren

Die Erfahrungsberichte von Infizierten und Kontaktpersonen aus Mönchengladbach, dass das Gesundheitsamt telefonisch nicht erreichbar sei, häufen sich. Die Stadt bittet darum, nicht selbst anzurufen, sondern zu warten, bis das Amt sich meldet, um die Leitungen nicht zu blockieren.

Mit den gestiegenen Fallzahlen sind mehr Mönchengladbacher selbst positiv auf Corona getestet worden oder hatten Kontakt zu einem Infizierten. Weitere Leser sagten, sie hätten als Kontaktpersonen mehrere Tage vergeblich versucht, das Gesundheitsamt zu erreichen. Inzwischen hat die Stadt als Reaktion auf diese Erfahrungen ihre Fragen und Antworten auf www.notfallmg.de überarbeitet. Auch ein Stadtsprecher betonte: „Betroffene müssen sich nicht beim Gesundheitsamt melden, sondern umgekehrt.“ Die Mitarbeiter würden schnellstmöglich Kontakt zum Infizierten und den Kontaktpersonen aufnehmen und alle wichtigen Details klären. Das Abwarten vermeide, „dass die Leitungen im Gesundheitsamt überlastet werden“, heißt es seitens der Stadt. Bis dahin solle der positiv Getestete eine Kontakte-Liste erstellen und diese informieren. Alle Betroffenen sollten sich vorsorglich in Quarantäne begeben.

Bis in die vergangene Woche hinein dauerte die Information Betroffener aufgrund personeller Engpässe länger als geplant. Anfang des Monats hat das Gesundheitsamt Unterstützung von 27 Helfern bekommen. 

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Die Stadt weist darauf hin, dass bei Erkältungssymptomen Vorsicht angebracht ist, aber nicht zwingend ein Test erfolgen muss. Wer Schnupfen, Husten, Halsscherzen oder ähnliches habe, solle erst überlegen, ob er zur Risikogruppe gehört oder Kontakt zu Personen einer Risikogruppe habe, auch über Familienmitglieder. Weitere Punkte seien aktuell ungeklärte akute Erkrankungen in der Familie, ein erhöhtes Infektions- oder Weiterverbreitungsrisiko, etwa bei einer Veranstaltung in den vergangenen zwei Wochen und die Arbeit in Pflege oder Betreuung. Treffe einer der Punkte zu, sollte man den Hausarzt um einen Corona-Test bitten. Beantworte man alle Fragen mit Nein, sei dennoch Vorsicht angebracht. Man solle sich, soweit möglich, fünf Tage zu Hause isolieren und seine Kontakte minimieren, bis man 48 Stunden keine Symptome mehr habe. Verschlechtere sich der Gesundheitszustand, sollte der Hausarzt für einen Test kontaktiert werden.

(are)