1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Kommentar - Wer knallen kann, kann auch kehren

Kommentar : Wer knallen kann, kann auch kehren

So schön für manche Menschen das Feuerwerk zu Silvester ist, am nächsten Tag bietet der Böllermüll kein schönes Bild zum Jahresauftakt. Hier der Kommentar von Holger Hintzen.

Wer sich die Silvester-Böllerei nicht nehmen lässt, muss bitteschön auch die Folgen beseitigen. In Wohngebieten mit Einfamilienhäusern ist das eher selten ein Problem. Wo jeder seine Nachbarn kennt, sorgt die soziale Kontrolle dafür, dass sich Baller-Männer und -Frauen angehalten fühlen, ihren Müll verschwinden zu lassen. An größeren Straßen mit vielen Mehrfamilienhäusern ist das Milieu anonymer und die Versuchung groß, seinen Dreck irgendwem zu überlassen. Aber auch in solchen Quartieren gilt natürlich: Den Kracher-Kram sollten tunlichst diejenigen von Gehwegen, Straßen und aus Grünanlagen entfernen, die ihn angerichtet haben – was den Verkehr und Fußgänger gefährdet, sofort; was das Ambiente vermüllt, spätestens am nächsten Vormittag. Dass auch Böller-Müll vor den Türen von Menschen landet, die es nicht krachen ließen, ist misslich. Und dass sie wenig Lust verspüren, den Dreck anderer zu fegen, ist verständlich. Doch wenn der Verursacher nicht zu ermitteln ist, hilft es auch nicht, das Zeug bis Ostern liegenzulassen und sich bis dahin zu ärgern. Der Klügere gibt nach – und beginnt das Jahr vielleicht mit einer Devise von Benjamin Franklin: Schreib Kränkungen in den Staub, Wohltaten in den Marmor!