Alleinerziehende Mutter über Kita-Streiks „Es bleibt uns keine Zeit zum Durchatmen“

Mönchengladbach · Im Arbeitskampf des öffentlichen Dienstes folgte ein Kita-Streik auf den nächsten. Für die alleinerziehende Mutter Stefanie Loh bedeutete das nach der Pandemie einen erneuten Kraftakt. Wie sie den Alltag mit fünf Kindern erlebt und was sich aus ihrer Sicht ändern muss.

Die alleinerziehende Mutter Stefanie Loh und ihre dreijährige Tochter Ida verbringen wegen Krankheitsfällen und Kita-Streiks viel Zeit zuhause. Weil Loh vier weitere Kinder hat, bringt das einige Herausforderungen mit sich.

Die alleinerziehende Mutter Stefanie Loh und ihre dreijährige Tochter Ida verbringen wegen Krankheitsfällen und Kita-Streiks viel Zeit zuhause. Weil Loh vier weitere Kinder hat, bringt das einige Herausforderungen mit sich.

Foto: Christoph Wegener

Ida ist ein kleines Energiebündel. Die Dreijährige läuft von einem Zimmer ins andere, präsentiert stolz ein fertiges Puzzle, das in der Hektik direkt wieder auseinanderfällt, und klettert auf den Schoß von Stefanie Loh. Die Mutter streichelt ihrer Tochter liebevoll über den Kopf und bitte sie lächelnd, für einige Minuten alleine zu spielen. Als Ida aufspringt und die Küche verlässt, verschwindet das Lächeln wieder aus Stefanie Lohs Gesicht. Sie ist am Ende ihrer Kräfte, aber das soll Ida nicht sehen.