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Mönchengladbach: Keiser wird Nachfolgerin von Kölfen am Elisabeth-Krankenhaus

Städtische Kliniken Mönchengladbach : Wolfgang Kölfen tritt als Chefarzt ab

Nach 23 Jahren am Elisabeth-Krankenhaus übergibt der 64-Jährige an Sabine Keiser. Sie hat etliche Jahre als Oberärztin an seiner Seite gearbeitet.

Der Name von Professor Wolfgang Kölfen ist seit mehr als zwei Jahrzehnten untrennbar mit dem Zentrum für Kinder und Jugendliche der Städtischen Kliniken am Elisabeth-Krankenhaus verbunden. Doch jetzt heißt es für den Chefarzt Abschied nehmen: Nach 23 Jahren an der Spitze des Zentrums hat er sich entschieden, sich intensiver seinen berufspolitischen Aufgaben in Bund und Land zu widmen. Die Kinder- und Jugendkliniken bekommt dafür eine Chefärztin: Sabine Keiser. Sie ist seit elf Jahren an der Seite von Kölfen als Oberärztin tätig.

„Professor Kölfen hat die Klinik in vielerlei Hinsicht geprägt: strategisch, in seinem Führungsverständnis und in der alltäglichen Arbeit mit Eltern und Patienten“, sagt Thorsten Celary, Geschäftsführer der Städtischen Kliniken. Seine Nachfolgerin hat der 64-jährige Kölfen selbst gefördert: Keiser kam schon als Assistenzärztin nach Mönchengladbach. „Dass sich eine interne Bewerberin in einem wirklich starken externen Bewerberfeld am Ende durchgesetzt hat, ist ein Signal dafür, wie gut die Klinik aufgestellt ist“, sagt Celary. Ein gutes Dutzend Bewerbungen gab es für die Chefarztstelle.

Celary lobt Kölfen, der „grundlegende Entwicklungen mitgeprägt“ habe und nennt unter anderem  die Verzahnung von ambulanten und stationären Leistungen, die kontinuierliche Ausweitung in den Bereichen Kinderchirurgie und Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Prävention und die umfassende und dauerhafte Behandlung chronischer Krankheiten.

Trotz der Entwicklung der Klinik bleibt Raum für Neues, für Veränderung, für Erweiterung. Die neue Chefärztin kommt zumindest mit jeder Menge Ideen. „Systematische Prävention vor Missbrauch und Gewalt, das Anstoßen einer Kinderschutzambulanz, eine Psychosomatik speziell für Kinder, die Fortführung der digitalen Patientenakte – es gibt eine Reihe von Projekten, die ich mit diesem hervorragenden Team umsetzen möchte“, sagt Keiser.

Nicht zuletzt setzt die neue Chefärztin auf einen Teilneubau der Kinderklinik. „Ein funktionaleres Gebäude würde uns neue Möglichkeiten eröffnen. Sehr gerne wirke ich an der Entwicklung eines Konzepts dafür mit“, sagt sie und stellt damit die Geschäftsführung vor eine ambitionierte Aufgabe.

Die Erweiterung fordert auch Kölfen, der sich zudem freut, dass mit der hausinternen Besetzung die Kontinuität gewahrt bleibt „Die Kontinuität ist der Geschäftsführung mehr wert als ein Professoren-Titel“, sagt er. Kölfen wird sicherlich noch einmal vorbeischauen in der Kinderklinik. Beispielsweise wenn wieder Borussen-Tag ist. Diesen hatte der Borussia-Fan 2001 selbst eingeführt.