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Mönchengladbach: Kaum Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktbericht : 900 Ausbildungsstellen in 139 Berufen sind noch unbesetzt

Wenn im Agenturbezirk Mönchengladbach, zu dem der Rhein-Kreis Neuss zählt, sich im August acht Menschen weniger arbeitslos gemeldet hätten, wäre die Zahl der Arbeitslosen haargenau auf dem Niveau des Vormonats Juli geblieben.

Nun betrifft Arbeitslosigkeit 26.516 Frauen und Männer. Mit 7,0 Prozent blieb die Quote im August stabil. „Die positive Stimmung auf dem Arbeitsmarkt bleibt auch zum Ausklang dieses Jahrhundertsommers bestehen“, bewertet Arbeitsagentur-Chefin Angela Schoofs das Ergebnis. Besonders positiv nimmt sich aus, wenn man die Zahlen mit denen des Vorjahresmonats 2017 vergleicht. „Wir haben im August 2244 arbeitslose Personen weniger als vor einem Jahr, dies entspricht einem Minus von 7,8 Prozentpunkten“, rechnet Schoofs vor.

Die Arbeitslosenquote von sieben Prozent gilt für den gesamten Agenturbezirk. In Mönchengladbach sind zurzeit 9,7 Prozent aller Arbeitssuchenden ohne Job. Vor einem Jahr lag diese Quote um einen ganzen Prozentpunkt (10,7 %) höher. Dass diese Quote in den einstelligen Bereich gerutscht ist,  würdigt Wolfgang Draeger, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur, als „besonderes Ereignis“.

Auch der Stellenmarkt sei  saisonbedingt stabil. Von den seit Jahresbeginn gemeldeten 11.213 freien Stellen wurden durch den Arbeitgeber-Service der Agentur und der beiden Job-Center 1236 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen vermittelt. Die Jugendarbeitslosigkeit verharrt auf nahezu unverändertem Niveau. Waren im August 2016 1436 Jugendliche arbeitslos gemeldet, sind derzeit 1409 betroffen.

Zum Tätigkeitsfeld gehört auch der Ausbildungsmarkt. Bis Ende August habe der Arbeitgeber-Service 3709 Ausbildungsstellen eingeworben, berichtet Draeger. Das sind 55 Stellen mehr als im Vergleichszeitraum 2017. 40 Berufsberater hat die Arbeitsagentur im Einsatz, informiert Chefin Schoofs. Momentan, ergänzt Draeger, habe die Agentur für 139 Berufe noch gut 900 Ausbildungsstellen anzubieten. Auch auf Tuchfühlung zur Arbeiteberseite gehen die Berater. So kümmern sich Christopher Dreßen und drei Kollegen um Firmen, die Bedarf an Fachkräften haben. Dass diese Zusammenarbeit Früchte trägt, kann Annika Bolz, Personalerin des auf Speziallacke ausgerichteten Grevenbroicher Unternehmens Actega Rhenania, bestätigen. „Wir haben uns entschlossen, zwei Ausbildungsbotschafter an Schulen einzusetzen. So haben wir geeignete Auszubildende anwerben können.“

Workshop für Arbeitgeber: Freitag, 21. September, 8.30 bis 13.30 Uhr, „Strandhaus“ im Hockeypark.

(ri)