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Mönchengladbach: Kaufhof-Beschäftigte demonstrieren nach Betriebsversammlung

Filiale in Mönchengladbach : Kaufhof-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt des Standorts

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof ist schwer angeschlagen, es droht die Schließung vieler Warenhäuser. Noch ist nicht klar, ob die Filiale an der Hindenburgstraße erhalten bleibt. Die Beschäftigten machten mit einer kleinen Aktion auf ihre Situation aufmerksam.

Klaus Geier zählte einen kleinen Countdown herunter, dann ließen seine Kollegen grüne und weiße Luftballons in den Himmel steigen. Mit dieser kleinen Aktion demonstrierten die Beschäftigen der Kaufhof-Filiale an der Hindenburgstraße für den Erhalt des Standorts und ihrer Arbeitsplätze. „Es ging uns darum, ein Zeichen zu setzen, dass wir zusammenstehen, und zugleich bei den Kunden um Verständnis zu werben. Denn wir brauchen, die Stadt und die Kunden, um starke Argumente zu haben“, sagte Geier, der in Mönchengladbach Abteilungsleiter und zugleich Betriebsratsvorsitzender ist.

Die Mitarbeiter fürchten um ihre Arbeitsplätze, weil die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof schwer angeschlagen ist. Mitte Mai war bekannt geworden, dass bei der anstehenden Sanierung 80 der derzeit noch etwa 170 Filialen des Handelskonzern geschlossen werden könnten. Insider sprachen von bis 5000 Vollzeitstellen, die abgebaut werden könnten. Am Montag trafen sich die Beschäftigen zur Betriebsversammlung – weswegen die Filiale erst gegen 11.20 Uhr öffnete –, Neuigkeiten erfuhren sie indes nicht, diese wird es in den kommenden Wochen geben. „Natürlich ist die Stimmung bedrückt. Aber wir werden alles dafür, das es an unserem Standort weitergeht. Doch die Entscheidung liegt nicht bei uns. Das gilt auch für unsere Karstadt-Kollegen in Rheydt“, sagte Geier. 

Von der Gewerkschaft Verdi war Matthias Grzegorczyk vor Ort und sprach mit vielen Beschäftigten. Für ihn war es wichtig, auch nach vorne zu schauen mit einer klaren Forderung an den Konzern. „Das Wissen und die große Erfahrung vieler Mitarbeiter muss bei der Erarbeitung eines Zukunftskonzeptes einbezogen werden, um die Warenhäuser neu aufzustellen. Denn die Häuser sind wichtige Ankerpunkte in den Innenstädten. Diese Funktion muss erhalten bleiben“, sagte Grzegorczyk.