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Mönchengladbach: Kardiologen beantworten Fragen während Herzwochen

Herzwochen in Mönchengladbach : Experten beantworten Herz-Fragen der RP-Leser

Kardiologen geben Auskünfte zu Herzschwäche, aber auch zu anderen Themen rund um das lebenswichtige Organ. Leser können ihre Fragen dazu – auch anonym – an die Redaktion schicken.

Die Deutsche Herzstiftung nennt sie eine Volkskrankheit: Herzschwäche – oder im Fachjargon der Mediziner: Herzinsuffizienz. Und weil dieses Leiden vor allem bei älteren Menschen ziemlich weit verbreitet ist, hat sie die Herzstiftung 2020 zum Thema ihrer alljährlichen „Herzwochen“ gemacht. Fragen zum schwachen Herz beantworten aus diesem Anlass auch drei Mönchengladbacher Herzspezialisten Lesern der Rheinischen Post. Prof. Jürgen vom Dahl, Chefarzt der Kardiologie der Kliniken Maria Hilf, Mirja Neizel-Wittke, Chefärztin der Kardiologie des Rheydter Elisabeth-Krankenhauses, und Prof. Lars Lickfett von der Gemeinschaftspraxis für Kardiologie und Pneumologie, die mit dem Bethesda-Krankenhaus kooperiert, werden – coronabedingt per E-Mail – Auskünfte zur Herzinsuffizienz, aber auch zu anderen Herzerkrankungen geben.

Herzinsuffizienz gehört zu den Krankheiten, die oft erst spät erkannt und behandelt werden, weil Patienten bei den ersten Anzeichen nicht rechtzeitig zum Arzt gehen. „Viele schieben die Symptome einfach aufs Alter“, sagt Prof. vom Dahl. Stelle man fest, dass man schon nach einer Etage auf der Treppe aus der Puste komme, während man ein Jahr zuvor noch drei Etagen geschafft habe, sei das ein so starker Leistungsabfall, dass der Weg zum Arzt angebracht sei.

 Jürgen vom Dahl
Jürgen vom Dahl Foto: Kliniken Maria Hilf GmbH
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Im Gespräch mit dem Arzt sollten solche Probleme auch gezielt angesprochen werden. Denn, so vom Dahl: Bei den üblichen Check-up-Untersuchungen lasse sich eine Insuffizienz nicht immer über Laborwerte oder bei einem EKG feststellen. Hintergrund einer Herzinsuffizienz können auch andere Krankheiten wie etwa Bluthochdruck oder Herzklappenfehler sein. Ein Symptom, das auf ein schwaches Herz hindeuten kann, ist eine vermehrte Einlagerung von Wasser im Körper, etwa in den Beinen oder im Bauchraum.

 Mirja Neitzel-Wittke
Mirja Neitzel-Wittke Foto: Städtische Kliniken Mönchengladbach

Zu solchen Warnzeichen, zu Vorbeuge- und Behandlungsmöglichkeiten von Herzinsuffizienz geben die Experten Lesern Auskunft – wegen der Corona-Pandemie via Internet. Sie können über medikamentöse Therapien und auch über spezielle Schrittmacher und Defibrilatoren informieren. 

 Lars Lickfett
Lars Lickfett Foto: Besthesda/Bethesda

Und so funktioniert die Beratungsaktion: Schicken Sie eine E-Mail mit Ihrer Frage bis zum 1. November an die Adresse: aktionen.mg@rheinische-post.de. Sie können auch anonym schreiben. Die Leser erhalten die Auskünfte von den Ärzten per E-Mail. Über die Themen, die dabei angesprochen wurden, werden wir anschließend in unserer Zeitung und online berichten – natürlich ohne Namen von Einsendern zu nennen. Die eingegangenen Mails werden anschließend von der Rheinischen Post gelöscht.