1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Jugendbande beraubt am Marienplatz 18-Jährigen

Kriminaliät in Mönchengladbach : Jugendbande raubt am Marienplatz

Die Polizei konnte die Tatverdächtigen stellen. Sie sind alle minderjährig und wurden wieder frei gelassen – der mutmaßliche Haupttäter aber erst einen Tag nach der Tat.

Drei Jugendliche stehen im Verdacht, am Sonntag, 22. Mai, gegen 17.25 Uhr am Marienplatz in Rheydt einem 18-Jährigen die Geldbörse geraubt zu haben. Im Rahmen einer Fahndung konnte die Polizei die Verdächtigen stellen, musste sie aber wieder freilassen. Das meldet die Polizei am Montag.

Laut eigenen Angaben befand sich der 18-Jährige an einer Bushaltestelle an der Friedrich-Ebert-Straße, als er von einem Jugendlichen angesprochen und um Kleingeld für ein Busticket gebeten wurde. Der 18-Jährige holte laut Polizeibericht sein Portemonnaie hervor, um dem Fremden behilflich zu sein. Plötzlich griff dieser nach der Börse und rannte damit davon.

Lagebild zur Jugendkriminalität in NRW

Der 18-Jährige nahm die Verfolgung auf und rief parallel den Polizeinotruf an. Bei seiner Verfolgung des Diebs in Richtung Marktstraße stellten sich ihm mehrere Jugendliche in den Weg, die ihn daran zu hindern versuchten, dem Flüchtigen weiter zu folgen.

Die von der Polizei eingeleitete Fahndung führte aber zum Erfolg: Der Jugendliche, der das Portemonnaie geraubt hatte, konnte dank der präzisen Beschreibung unweit des Tatortes gestellt werden. Er sowie zwei mutmaßliche Komplizen im Alter von 15 und 17 Jahren hatten sich unter geparkten Autos versteckt. Die Polizei nahm alle drei mit zur Wache. Die beiden Komplizen entließen die Beamten noch am Abend. Den Haupttatverdächtigen (15) entließen sie am Folgetag nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft ebenfalls. Die drei Beschuldigten erwartet nun ein Strafverfahren wegen Raubes.

Seit Monaten schon fallen immer wieder Kostenpflichtiger Inhalt Jugendliche mit Raubdelikten auf. Die Polizei geht mittlerweile von einer rund 20-köpfigen Gruppe aus – zuvor war die Tätergruppe Kostenpflichtiger Inhalt auf etwa 30 Personen geschätzt worden.

(RP)