Mönchengladbach: Interkulturelles Fest des Chapeau Kultur

An der Bahnhofstraße : Drei Vereine, ein Fest – Chapeau Kultur als Treffpunkt für alle

Kaffee und Kuchen, ein Buffet vom Syrischen Verein, Musik und Fastenbrechen gab es beim interkulturellen Frühlingsfest an der Rheydter Bahnhofstraße.

„Uns besucht schon den ganzen Tag über ein sehr diverses Publikum“, berichtete Anna Papoulias, Kulturpädagogin beim SKM Rheydt. Genau das war auch das Ziel des Frühlingsfests, das die Vereine Kulturkram, SKM sowie VKI-MG im Chapeau Kultur veranstaltet haben. Das Programm war bunt – es gab Live Musik, einen Mitsingabend, eine Kleidertauschbörse und das gemeinsame Fastenbrechen mit der Rheydter Nachbarschaft.

Das Fest spielte sich hauptsächlich auf dem Platz vor dem Chapeau Kultur ab. „Wir möchten den öffentlichen Raum effizienter nutzen“, sagt Papoulias. Gleichzeitig solle der Platz sozialer gestaltet werden, erklärt die Kulturpädagogin. „Alle Bürger sollen einbezogen werden. Deshalb ist auch unser Programm so divers.“

Los ging das Frühlingsfest am Samstag um 15 Uhr. Den Gästen wurden Live Musik und Kuchen vom „Café Welcome“ geboten, bis dann um 19 Uhr der Mitsingabend begann. Highlight war das gemeinsame Fastenbrechen gegen 21.15 Uhr. Dafür war draußen auf dem Platz in Zusammenarbeit mit dem Syrischen Verein ein Buffet vorgesehen. Der Iftar begann im Anschluss an den Mitsingabend. Das Singen führte direkt ins Fastenbrechen ein. „Unser Team aus verschiedenen Vereinen möchte wirklich jeden Bürger Rheydts einbeziehen können“, so die Kulturpädagogin vom SKM Rheydt. „Veranstaltungen wie diese bieten in Zukunft hoffentlich auch eine gute Möglichkeit für Neuzugezogene, die Nachbarschaft weiter kennenzulernen.“

Kulturkram, SKM Rheydt und VKI-MG sind die drei kooperierenden Vereine des Chapeau Kultur. Normalerweise organisieren sie jedoch jeweils ihre eigenen Veranstaltungen, beispielsweise Konzerte oder Spieleabende. Die Veranstaltung am Sonntag war ein gemeinschaftliches Projekt. „Mir ist es besonders wichtig, dass hier verschiedene Kulturen zusammenkommen“, sagt Thierno Aissatou Balde vom VKI-MG.

Auch Elle von Kannen vom Kulturkram war überzeugt, dass das erhoffte Miteinander funktionierte. „Studenten feiern und organisieren mit über Sechzigjährigen. Unterschiede spürt man aber keine.“ Anna Papoulias gefällt es besonders, dass an diesem Tag alle Vereine zusammenarbeiten. Ihr Fazit des Frühlingsfestes: „Was hier passiert, ist einfach das Chapeau Kultur!“

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