Mönchengladbach: Innovation-Camp zur Bürokratie im früheren Krankenhaus Maria Hilf

Innovation-Camp in Mönchengladbach : Kreativwirtschaft zettelt Innovationen für die Bürokratie an

Sie arbeiten Grund verschieden, die Kreativwirtschaft und Verwaltung. Beim Innovation-Camp ging es in Mönchengladbach nun zwei Tag lang um das Thema Verwaltung.

Um kreative Lösungen für die Bürokratie zu finden, braucht es auch ein kreatives Veranstaltungsformat: wie das Innovation-Camp „Anzetteln“, das jetzt im früheren Krankenhaus Maria Hilf an der Sandradstraße stattfand. Initiiert wurde das Camp vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in Zusammenarbeit mit der Identitätsstiftung GmbH und dem Mönchengladbacher Projektdesigner Norbert Krause. „Die Kreativwirtschaft ist der Motor. Das Innovation-Camp ist ein besonderes Format, weil es nicht nur Wissen vermittelt, sondern persönlichen Kontakt. In allen Cases sind Projekte entstanden, die zur Anwendung gekommen sind“, sagt Jennifer Aksu vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes.

Lokale Unterstützung bekamen sie von der Agentur „Terz machen“ und von Norbert Krause. Auf ihr Konto ging auch die Wahl des Veranstaltungsortes: das ehemalige Krankenhaus Maria Hilf. „Wir haben uns die Frage gestellt, will man es sich einfach machen? Aber das ist nicht der Ansatz der Kreativwirtschaft. Wir haben nach Leerständen gesucht und sind hier fündig geworden“, sagte Norbert Krause.

Sina Layeghi und ihre Kollegen von der Agentur „Terz machen“ standen vor der Herausforderung, aus der nüchternen Krankenhausatmosphäre eine kreative Arbeitsatmosphäre und einen Tagungsort zu schaffen. Das haben sie vor allem mit Licht in unterschiedlichen Farben und bunten Klebestreifen auf dem Boden und den Wänden erreicht. „Die Tapes sind von Lisa Florak. Sie sollen den Teilnehmern helfen sich zu orientieren. Auch die Stellwände am Eingang vermitteln schon Arbeitsatmosphäre“, sagte Sina Layeghi.

Die ehemalige Kapelle wurde zum Vortragsraum umgewandelt. Statt eines Altars und Bänken standen dort moderne Stühle. „Hier kommen die Teilnehmer zu den Vorträgen zusammen. Hier werden auch die Zwischenstände der Workshops vorgestellt“, sagte Franziska Lindner vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. „Die Teilnehmer haben sich bei uns beworben, und wir haben dann versucht, eine gute Mischung zu finden. Jeweils zwei Gruppen mit acht Teilnehmern bearbeiten ein Thema“, ergänzte sie.

Im Team von Martin Platzer, bei der Stadt für Digitale Transformation zuständig, ging es um die Fachkräftegewinnung. „Wir haben einen starken demografischen Wandel. Wie kann man das Wissen bewahren und neue Mitarbeiter gewinnen? Mit den Mitteln der Kreativwirtschaft möchten wir neue Impulse bekommen. Wir haben unter anderem die Fragestellungen auf Zettel geschrieben und jeder hat etwas dazu geschrieben.“