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Mönchengladbach: Industrie hat Niveau von vor Corona-Krise noch nicht erreicht

Corona-Krise in Mönchengladbach : Industrie hat Niveau von 2019 noch nicht erreicht

Die Industrie hat zwar im Vergleich zu 2020 laut einer Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) wieder zugelegt. Aber von 2019 sind die meisten Betriebe noch weit entfernt.

Nach der Ankündigung des Starrag-Konzerns, Kostenpflichtiger Inhalt im Rheydter Dörries-Scharmann-Werk die Produktion einzustellen, fallen erneut 105 Industrie-Arbeitsplätze in der Stadt weg. Dabei ist die Industrie insgesamt auf Erholungskurs und die Konjunkturlokomotive der Region, wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein analysiert. Dennoch sei das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht – das gilt auch für die Mönchengladbacher Industrie. Die IHK-Experten haben die Daten zum Industrieumsatz für die Monate April und Mai des statistischen Landesamtes it.NRW ausgewertet.

Am Mittleren Niederrhein insgesamt lag der Industrieumsatz in den beiden Auswertungsmonaten 13 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. „2020 hatte die Pandemie deutliche Spuren hinterlassen“, erinnert IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Daher vergleicht die IHK die Werte auch mit dem Jahr 2019. „Dabei zeigt sich, dass der derzeitige Industrieumsatz acht Prozent unter dem Wert von 2019 liegt“, so Steinmetz. In Mönchengladbach liegt das Plus der Umsätze in April und Mai dieses Jahres im Vergleich zu 2020 bei 11 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2019 war der Industrieumsatz aber noch um 16 Prozent niedriger.

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Der IHK-Hauptgeschäftsführer geht davon aus, dass die Rohstoffknappheit und die dadurch bedingte Verteuerung verschiedener Vorprodukte den Aufschwung in der Industrie abgebremst haben. „Ich hoffe, dass sich die Situation im Jahresverlauf noch entspannt.“, so Steinmetz. „Wir sind auf die Umsätze der Industrie angewiesen, weil viele andere Branchen nach den pandemiebedingten Einschränkungen gerade erst wieder auf die Füße kommen.“

Insbesondere ihren Auslandsumsatz konnten die Industrieunternehmen am Niederrhein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Das Plus beträgt 16 Prozent, liegt aber ebenfalls noch 6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Im Frühjahr 2020 waren viele internationale Lieferketten durch Grenzschließungen und andere pandemiebedingte Einschränkungen zum Erliegen gekommen.

Mit Blick auf die einzelnen Branchen zeigt sich, dass wichtige Leitbranchen des Mittleren Niederrheins in diesem Jahr auch ein überdurchschnittliches Plus im Vergleich zu 2020 erzielen: die chemische Industrie (23 Prozent), die Metallerzeuger (21 Prozent), die Hersteller von Metallprodukten (31 Prozent) und der Maschinenbau (22 Prozent). „Allerdings sind von diesen Branchen nur die chemische Industrie und die Hersteller von Metallprodukten auf dem Weg, bald wieder Vorkrisenniveau zu erreichen“, sagt Steinmetz. Bei den Metallerzeugern und im Maschinenbau sind die Umsätze noch um zehn Prozent und mehr vom Vorkrisenniveau 2019 entfernt.

(RP, angr)