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Mönchengladbach: Impfung von Kindern und Jugendlichen wird fortgesetzt

Impfen in Mönchengladbach : Weniger Kinder und Jugendliche am Nordpark geimpft

Das Zeitfenster für Zwölf- bis 15-Jährige im Impfzentrum am Nordpark wurde am Donnerstag von weniger jungen Gladbachern genutzt als am Vortag. Kommenden Mittwoch und Donnerstag besteht für sie wieder die Möglichkeit, sich Biontech/Pfizer verabreichen zu lassen.

Das Interesse am Impfangebot für Kinder und Jugendliche ist in Mönchengladbach nach aktuellen Zahlen eher rückläufig: Donnerstag ließen sich bis zum späten Nachmittag 54 Gladbacher zwischen zwölf und 15 Jahren im Impfzentrum am Nordpark gegen Covid-19 impfen. Am Vortag hatten noch insgesamt 151 Kinder und Jugendliche das Angebot genutzt.  Ohne Terminreservierung konnten sie sich das Vakzin von Biontech/Pfizer verabreichen lassen. Vergangenes Wochenende war die Aktion angelaufen. Insgesamt 262 junge Gladbacher ließen sich an den beiden Starttagen impfen.

Aktuell ist immer mittwochs und donnerstags von 14 bis 20 Uhr für die Zwölf- bis 15-Jährigen ein Zeitfenster am Nordpark reserviert. Die Impfung übernehmen Kinderärzte beziehungsweise ihre bereits pensionierten Kollegen.

Schon alleine im Hinblick auf die Öffnung der Schulen nach den Sommerferien sei die Impfung der Kinder und Jugendlichen in der Stadt äußerst wichtig betont Jörg Hornivius: „Für die Schüler, insbesondere aus sozial schwachen Familien, war das Homeschooling-Jahr der Horror“, sagt der Kinder- und Jugendarzt im Ruhestand. „Erwachsene lassen sich inzwischen kaum noch im Zentrum impfen, deswegen müssen die Kinder und Jugendlichen umso besser geschützt werden.“

  • Die 15-jährige Victoria Gillhaus (r.) war
    Impfung von Zwölf- bis 15-Jährigen in Mönchengladbach : Ein kleiner Piks für die Jugend
  • Bei dem mobilen Impfangebot haben Interessierte
    Bei Wochenmarkt in Kleinenbroich : Mobiles Impfangebot mit Biontech/Pfizer und Johnson&Johnson
  • Bei dem mobilen Impfangebot haben Interessierte
    Beim Wochenmarkt Dormagen : Mobiles Impfangebot mit Biontech/Pfizer sowie Johnson&Johnson

Gleichzeitig hat Hornivius aber auch die beobachteten Nebenwirkungen im Blick: Im Juni wurden in den USA Daten veröffentlicht, die zeigen, dass die Fälle von Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und Herzbeutelentzündungen (Perikarditis) 21 Tage nach der Impfung bei männlichen Patienten unter 25 Jahren etwa zehn Mal häufiger auftreten als erwartet. Höher als erwartet ist die Fallzahl auch bei Männern bis 39 Jahre und bei Frauen zwischen zwölf und 24 Jahren.

Gerade deswegen sei es umso wichtiger, mit den Eltern und Kindern ein vorher ein verständliches Aufklärungsgespräch zu führen: „Auch die Schüler müssen die Risiken genau begreifen und am Ende einverstanden sein“, sagt Hornivius. 

Mehr Informationen zur Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche in Gladbach gibt es unter: notfallmg.de/de/corona-impfung