Impfschutz in Mönchengladbach gestartet Warum man sich gegen Grippe und Corona impfen lassen sollte

Mönchengladbach · Ab Montag, 18. September, werden die Impfstoffe gegen Influenza, also Grippe, und gegen Corona an Arztpraxen und Apotheken ausgeliefert. Impfspezialist und Kinderarzt Ralph Köllges rät ausdrücklich zu beiden Impfungen.

Ralph Köllges ist Kinderarzt und Impf-Spezialist.

Ralph Köllges ist Kinderarzt und Impf-Spezialist.

Foto: Bauch, Jana (jaba)

In seiner Praxis für Kinder und Jugendliche impft Ralph Köllges nicht nur seine kleinen Patienten gegen Influenza und Corona, sondern auf Wunsch an speziellen Impfnachmittagen als niederschwelliges Impfangebot deren Eltern und Großeltern gleich mit. Der Impfstoff von Biontech, den Köllges ausschließlich verwendet, ist an das aktuelle Coronavirus, eine etwas infektiösere Untervariante von Omikron, angepasst.

Köllges empfiehlt allen Menschen, sich frühzeitig gegen beide Erkrankungen impfen zu lassen – bevor die Erkältungswelle die Praxen wie schon im vergangenen Jahr zum Überlaufen bringt. Die zwei Impfungen könnten problemlos an einem Termin erfolgen. Kostenpflichtiger Inhalt An einem Kombi-Präparat werde gearbeitet, möglicherweise könnte es schon 2024 zugelassen werden.

Besonders plädiert Köllges für die Grippe-Impfung: „Influenza ist eine schwerwiegende Krankheit, die unterschätzt wird. Ich kann nur eindringlich vor der Grippe warnen.“ Sei man an Grippe erkrankt, steige das Risiko, danach einen Herzinfarkt zu bekommen, um den Faktor acht und einen Schlaganfall zu erleiden, um den Faktor zehn. Leide man unter der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD, steige das Todesrisiko um den Faktor zwölf. Bei Patienten, die mit COPD und einer koronaren Herzerkrankung belastet sind, sei das Todesrisiko um den Faktor 20 erhöht.

Konkret äußert sich Köllges zu Personen, die sich nicht gegen Grippe impfen lassen. „Ich empfinde es als persönlichen Angriff auf die Gesundheit des medizinischen Praxispersonals, wenn sich Menschen trotz der Stiko-Empfehlungen nicht gegen Influenza impfen lassen und darauf hoffen, dass es gut geht und, wir es dann schon unter Überlastung richten werden“, sagt er. Auch wünscht er sich, dass mehr Kinder gegen Influenza geimpft würden.

Die Stiko (Ständige Impfkommission) empfiehlt die Grippe-Impfung allen Menschen ab 60 Jahren, allen mit einer relevanten Grunderkrankung wie Asthma sowie chronisch Kranken.

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