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Mönchengladbach: Immer mehr Bankgeschäfte mit Smartphone bei Commerzbank

Niederlassung Commerzbank in Mönchengladbach : Immer mehr Bankgeschäfte mit dem Smartphone

Kunden nutzen das Mobiltelefon auch für Aktienhandel, so die Commerzbank. Die Folge: Digitale Angebote werden ausgebaut, aber Filialen geschlossen.

Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr 2022 in der Region der Niederlassung Mönchengladbach ihr Geschäftsvolumen stabil bei knapp 4,5 Milliarden Euro gehalten. Das teilte die Bank jetzt mit. Dabei setzte sich der Trend zum digitalen Bankgeschäft auch nach dem Ende des Corona-Lockdowns fort. „Die Zahl der Kunden, die aktiv unsere Banking-App nutzen, ist in der Region um weitere 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen“, wird Andreas Ambrosat, Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden des Geldinstituts, in einer Mitteilung zitiert. „Für tägliche Bankgeschäfte hat das Smartphone der Filiale den Rang abgelaufen. Immer mehr Kunden haben erkannt, wie einfach und zeitsparend Banking von unterwegs ist.“

Die Commerzbank will in den kommenden Jahren neun ihrer Filialen in der Region Niederrhein schließen. Das hatte die Bank bereits  im vergangenen Jahr mitgeteilt, wobei die beiden Gladbacher Institute am Bismarckplatz und an der Stresemannstraße in Rheydt davon nicht betroffen sind. Die Schließungen an weiten Teilen des Niederrheins sollen ab Oktober dieses Jahres beginnen, hieß es zuletzt.

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Dafür baue die Bank ihr digitales Angebot aus. „Auch Wertpapiergeschäfte werden zunehmend digital erledigt“, sagt Ambrosat. Zwei Drittel Prozent aller Käufe und Verkäufe erfolgen in Mönchengladbach bereits online oder per Smartphone. „Die persönliche Beratung zur Geldanlage bleibt aber wichtig, insbesondere in turbulenten Zeiten wie diesen“, so Ambrosat und betont: „Auch in Zeiten hoher Inflation bleiben Wertpapiere langfristig ein unverzichtbarer Teil der Vermögensanlage.“ Zum Halbjahr liegt das Depotvolumen der Niederlassung bei 973 Millionen Euro. Das ist allerdings deutlich weniger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als das Depotvolumen in der Niederlassung Mönchengladbach um 22,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro angewachsen war.

Bei der Baufinanzierung bewegten vor allem die Zinswende und hohe Immobilienpreise die Kunden. „Wir beraten derzeit viele Kunden, die sich die aktuellen Zinsen sichern wollen, zu passenden Anschlussfinanzierungen oder Bausparverträgen“, sagt Ambrosat. Das Bestandsvolumen bei Immobilienfinanzierungen stieg im ersten Halbjahr in der NL Mönchengladbach um 15 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro. „Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt mit Blick auf die gestiegenen Energiepreise dabei weiter an Bedeutung. Wir bemerken deutlich, dass immer mehr Kunden nachhaltig bauen oder renovieren.“

(angr)