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Mönchengladbach: Imbiss-Angestellte bei illegaler Müllentsorgung ertappt

Umweltsünder in Mönchengladbach : Mags erwischt Imbiss-Angestellte bei illegaler Müllentsorgung

Wasserzähler, Autobatterien, lebende und tote Tiere – all das haben Mags-Mitarbeiter schon in Papier- und Altglascontainern gefunden. Bei ihren Observationen gehen den Mülldetektiven immer wieder Umweltsünder ins Netz.

Auf frischer Tat haben die Mags-Mülldetektive am vergangenen Wochenende zwei Beschäftigte von einem Schnellimbiss bei der illegalen Entsorgung von Gewerbeabfällen erwischt. Was die Angestellten genau in die Container geworfen haben, wollte die Mags am Montag noch nicht preisgeben. „Die Ermittlungen in diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen“, sagte Sprecherin Yvone Tillmanns. Nur so viel wird bekannt gegeben: Von dieser Imbisswirtschaft seien immer wieder Abfälle am Container-Standort Wehnerstraße entdeckt worden.

Durch aufwendige Untersuchungen und letztlich auch Observationen habe man die Verantwortlichen überführen können. Sie müssen jetzt mit einem Bußgeld rechnen. Wie hoch das sein wird, hänge von den weiteren Ermittlungen ab, sagte Yvonne Tillmanns. Es könne aber teuer werden.

Aktuell stehen weitere Container-Standorte im Stadtgebiet wegen illegal entsorgter Gewerbeabfälle im Fokus der Mags-Mülldetektive, die immer wieder Umweltsünder erwischen.

Laut Mags-Sprecherin werden nicht selten Gewerbeabfälle an und in Containern gefunden, die dort nicht hinein gehören. „Speisereste, leere Plastikeimer, in denen vorher Mayonnaise oder Ketchup war – das ist alles schon vorgekommen“, sagt Yvonne Tillmanns. Aber auch jede Menge Wasserzähler, Autoreifen und Autobatterien seien schon in oder an den Containern illegal entsorgt worden. Und selbst Tiere wurden dort schon abgelegt – sowohl tote als auch lebende. In einem kalten Winter habe jemand an einem Container lebendige Hasen entsorgt, erinnert sich Tillmanns. Am Standort „Am Alten Friedhof“ hatte ein GEM-Mitarbeiter vor fünf Jahren 18 Königspythons gefunden, die ganz offensichtlich jemand loswerden wollte. „Die Tiere steckten in einem Styroportransportkasten“, sagt Tillmanns. 

Der Mann, der ebenfalls vor fünf Jahren ein totes Schaf in einem Papiercontainer steckte, wurde erwischt.

(gap)