Mönchengladbach: Im Teddybär-Krankenhaus der DRK-Jugend wurden verletzte und kranke Kuscheltiere behandelt.

Kindern Angst nehmen : Ärztliche Hilfe für den Teddybär

Im Teddybär-Krankenhaus der DRK-Jugend wurden verletzte und kranke Kuscheltiere behandelt. Die Doktoren machten alle wieder heil.

„Hilfe, mein Teddy ist verletzt“. Was tun, wenn sich das Kuscheltier schlecht fühlt und man ihm selbst nicht helfen kann? Dafür gibt es die Spezialisten des Teddybär-Krankenhauses. Dort können Kinder mit ihren Lieblingen kommen, um sie untersuchen, verbinden und behandeln zu lassen. Bei der Ankunft der kleinen Patienten in den Räumen des Jugend-DRK am Baumlehrpfad in Rheindahlen wird zunächst nach den Beschwerden gefragt, dann werden die Patienten in den Behandlungsraum geleitet. Dort warten bereits die Teddy-Doktoren und sehen sich die verletzten Weggefährten aus Stoff erst mal genauer an. Eine Erstversorgung findet statt, verletzte Arme und Beine werden verbunden, bei Bauchschmerzen wird Fieber gemessen und das Bäuchlein abgetastet. Der Befund wird auf einem Behandlungsschein mit kleinem Stempel festgehalten, und je nach Verletzung steht die nächste Station an.

Im Röntgenbereich wird das Kuscheltier sehr vorsichtig platziert. Das Röntgengerät wird von einem Tageslichtprojektor dargestellt, der durch den Lichtblitz des kurzen Einschaltens die Durchleuchtung vorzunehmen scheint. Wie von Zauberhand erscheint die Röntgenaufnahme auf einem Papierbogen, der das knochige Innenleben des Kuscheltieres zeigt. Im OP-Bereich erhält der kleine Patient eine Infusion mit Kochsalzlösung. Der Schlauch wird mit Pflaster festgeklebt. Beim Anästhesisten erhält das Stofftier eine Betäubung, damit es von der Behandlung nichts spüren kann und wird danach vom Teddy-Ärzteteam operiert. Je nach Verletzung mit Nadel und Faden genäht und anschließend verbunden. Dann darf der kleine Patient mit seiner Begleitung und einem Rezept zur Apotheke, um seine Medikamente abzuholen.

„Wir sind sehr zufrieden, dass alle mit einem lachenden Gesicht wieder hier rausgegangen sind“, sagt Daniel Engels, Kreisleiter der Jugend-DRK. „Wir hatten bereits am Vormittag eine gute Resonanz, Familien mit Kindern und deren Kuscheltiere waren hier“. Teddydoktorin Lilian sah am Vormittag bereits viele Verletzungen, etwa 40 kleine Patienten waren bis zur Halbzeit versorgt worden. „Das Schlimmste, das ich gesehen habe, war ein komplett abgetrennter Arm“, ,sagt sie. „Nach der Operation konnte der Teddy als geheilt entlassen werden“.

Die Veranstaltung soll Kindern die Angst vor dem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt nehmen. Sie können so die Abläufe gemeinsam mit ihrem Kuscheltier kennenlernen und sehen, was passiert. „Die Kinder können die einzelnen Versorgungsstationen durchleben, lernen Röntgen, Ultraschall und OP-Versorgung spielerisch kennen und werden damit vertraut“, erläutert Daniel Engels, Kreisleiter der Jugend-DRK. „Es gibt Kinder die sehr enthusiastisch hier hereinkommen, andere sind eher schüchtern, jedoch spätestens in der Apotheke, wo es die Vitaminkur in Form von Traubenzucker, Äpfelchen oder Gummibärchen gibt, fällt die Scheu.“

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