Mönchengladbach: IHK Mittlerer Niederrhein will 2019 digitaler werden

Mönchengladbach : IHK sendet Videobotschaften zur Ausbildung an Jugendliche

Die Vollversammlung beschließt 37 Projekte für 2019.

Der digitale Wandel, Mobilität und berufliche Bildung – das sind wesentliche Themen, mit denen sich die Unternehmen in der Region auseinandersetzen müssen. „Dabei werden wir unsere Mitgliedsunternehmen auch im kommenden Jahr unterstützen“, sagt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Entsprechend umfangreich ist die Liste der Vorhaben für das Jahr 2019. 37 Projekte hat die Vollversammlung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Rund 1,26 Millionen Euro stellt sie dafür zur Verfügung. „Gleichzeitig bleiben unsere Beitragssätze stabil“, betont IHK-Präsident Elmar te Neues, und Steinmetz ergänzt: „Insbesondere die Unterstützung kleinerer Unternehmen, die uns vielleicht noch nicht so gut kennen, haben wir uns vorgenommen.“

So wird die IHK beispielsweise im kommenden Jahr eine Start-up-Messe organisieren, um Gründern die Chance zu geben, sich potenziellen Investoren vorzustellen. „Es geht darum, Start-ups mit etablierten und erfolgreichen Unternehmen der Region zusammenzubringen, um neue Kooperationen zu initiieren“, sagt Steinmetz. Um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen gute Beispiele zu bieten, richtet die IHK 2019 wieder einen Website-Award aus. Eine unabhängige Jury wird die besten Internet-Seiten bewerten und prämieren.

Im Bereich Aus- und Weiterbildung werden die etablierten Veranstaltungen und Beratungen das Elterncafé, die Check-In-Berufswelt und die IHK-Fachkräfteberatung fortgeführt. „Zusätzlich wollen wir junge Menschen gezielter über die digitalen Medien ansprechen“, sagt Steinmetz. „Deshalb werden wir im kommenden Jahr verstärkt auf Videobotschaften setzen, um bei den Jugendlichen für die Duale Ausbildung zu werben.“ Darüber hinaus wird die IHK sich im kommenden Jahr mit einem Info-Tag insbesondere für die Ausbildung in Gastronomieberufen engagieren und in einer Studie die Situation der Berufsschulen in der Region genauer beleuchten.

Im Bereich Infrastruktur wird die IHK zudem im kommenden Jahr eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung sogenannter City Hubs in Auftrag geben. Die Idee dahinter: Der wachsende Online-Handel sorgt für Lieferverkehr, der zunehmend die Innenstädte belastet. Sogenannte Micro-Hubs, bei denen die letzten Strecken zum Kunden mit kleinen Lieferfahrzeugen wie Lastenfahrrädern zurückgelegt werden, könnten die Infrastruktur spürbar entlasten.