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Mönchengladbach: IHK fordert Verbesserungen für die Innenstädte von OB Heinrichs

Ein Jahr nach Kommunalwahl in Mönchengladbach : IHK fordert Verbesserungen für die Innenstädte von OB Heinrichs

17 Leerstände an der Hindenburgstraße zählte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz bei einem Rundgang. Deshalb müssten den guten Gesprächen jetzt auch sichtbare Zeichen folgen – er fordert die Stadt zum Handeln auf.

Die Innenstädte von Gladbach und Rheydt brauchen dringend mehr Aufenthaltsqualität – das fordert Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, von Oberbürgermeister Felix Heinrichs (SPD). „Bei aller Anerkennung der guten Gespräche brauchen wir jetzt langsam sichtbare Zeichen der Veränderung“, sagt Steimetz. „Dazu gehört, dass die Flächen mehr Aufenthaltsqualität bieten.“ Er fordert mehr Sitzgelegenheiten etwa für Gastronomie, mehr Begrünung und Blumen, Platz für Veranstaltungen, und regelmäßige Food Trucks könnten ein attraktives Angebot schaffen. „Das wird sicher Belebung bringen.“

Steinmetz kritisiert in dem Zusammenhang auch den aktuellen Auftritt des Quartiersmanagements. Dies müsse man als „Best-Practice-Beispiel“ nutzen und „schicker machen, als es sich jetzt darstellt“. Dass die Gestaltungsrichtlinien jetzt überarbeitet werden sollen, sei auch ein Wunsch der Händler. „Diese Regelungen binden derzeit zu sehr ein“, sagt Steinmetz. Am 23. August um 18 Uhr findet dazu eine Online-Auftaktveranstaltung statt. „Wir haben viel über Einzelhandel und die City gesprochen, jetzt wünschen wir uns sichtbare Erfolge“, sagt Steinmetz.

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Ein knappes Jahr nach der Kommunalwahl wünscht sich die Kammer auch mehr Gewerbeflächen. Die sind rar geworden in der Stadt, größere Ansiedlungen sind so kaum möglich. „Ich will ein Bekenntnis zum Bestand und zu weiteren Gewerbeflächen“, sagt Steinmetz. Außerdem solle Mönchengladbach sich wie Krefeld und Viersen um die Zertifizierung als mittelstandsfreundliche Verwaltung durch das NRW-Wirtschaftsministerium bemühen. Dazu gehöre etwa auch die schnelle Bearbeitung von Anträgen durch Unternehmen.

Der Abbau von Bürokratie ist auch eine zentrale Forderung der IHK in einem Positionspapier an die Kandidaten zur Bundestagswahl im September – neben Bildung. „Das wird nach der Corona-Krise wieder zum größten Konjunkturrisiko werden“, warnt Steinmetz.