Seelsorger und Schützenkönig in Mönchengladbach Horst Straßburger feiert Goldenes Priesterjubiläum

Mönchengladbach · Er ist vielen Mönchengladbachern als Seelsorger bekannt und war auch schon einmal Schützenkönig. Bei einem Festgottesdienst würdigten Weggefährten die Verdienste des Priesters.

 Beim Festgottesdienst in der Venner Pfarrkirche (v.l.): die Seelsorger Hermann Küppers, Rüdiger Hagens, Horst Straßburger und Karl-Heinz Bassy.

Beim Festgottesdienst in der Venner Pfarrkirche (v.l.): die Seelsorger Hermann Küppers, Rüdiger Hagens, Horst Straßburger und Karl-Heinz Bassy.

Foto: Franz Josef Ungerechts

Am 6. März 1972 feierte Horst Straßburger in der katholischen Altstadtkirche seiner Heimatpfarre St. Dionysius in Krefeld seine Priesterprimiz. 50 Jahre später hat die GdG St. Peter Mönchengladbach-West zur Eucharistiefeier in die Venner Pfarrkirche St. Maria Empfängnis eingeladen. Anlass: das Jubiläum des geschätzten und beliebten Seelsorgers nach 50 Jahren im Amt.

Musikalisches, Humorvolles und Andächtiges prägten den Festgottesdienst, den coronabedingt nur 100 Gäste besuchen durften, doch Hunderte Freunde und Wegbegleiter des Jubilars verfolgten per Livestream an ihren digitalen Geräten diese Feier. Den Gottesdienst leitete Straßburger selbst, begleitet von Vikar Hermann Küppers und GdG-Leiter Pfarrer Rüdiger Hagens. Als Gastprediger hatte sich Straßburger den evangelischen Geistlichen Karl-Heinz Bassy aus der Gemeinde Großheide/ Windberg gewünscht. Und Bassy wartete mit einer Rede voller Pointen, Humor, persönlichen Begebenheiten aus dem Leben des Jubilars auf.

Da Straßburger Ansprechpartner für die Schützenbruderschaften in Bettrath, Venn, Hardt, Waldhausen und auch für die Schützen in Windberg/ Großheide war und noch ist, dekorierten sechs Schützenfahnen den Altarraum. So sprach für die Gladbacher Schützen Bezirksbundesmeister Horst Thoren das Grußwort und überreichte einen Apostel-Bierkrug an den Jubilar. Thoren sprach die Verdienste von Straßburger an, der 1995 Schützenkönig in Bettrath sowie dort und in Hardt, Waldhausen und Venn Präses der Bruderschaften war. In Venn mit der Auszeichnung „a. D.“ versehen, was die St.-Josef-Schützen mit „auf Dauer“ interpretieren. Unvergessen ist auch sein Schützengottesdienst auf dem Autoscooter 2018 auf der Venner Kirmes.

Straßburger liebt Musik. So war es selbstverständlich, dass der Venner Chor „Sound and Spirit“ unter der Leitung von Klaus Müßeler den Abend verschönte.

„Lev Pastuur, du bist der Mann für diese Mess“ (Melodie von den Paveiern und Text von Klaus Müßeler) war dabei der musikalische Leitgedanke. Gern gehört vom Jubilar: das Lied von den Bläck Fööss „Ich wör su jään ens Weihbischof“. Im echten Leben, so Straßburger, wollte er jedoch nie Weihbischof sein, Volksnähe war ihm lieber.

Straßburger ist ein echter Niederrheiner. Geboren wurde er 1945 in Krefeld und wuchs in der Nähe des ehemaligen Kapuzinerklosters auf. Seine Kaplanszeit absolvierte er an St. Remigius in Viersen und an St. Cyriakus in Krefeld-Hüls. 1982 versetze ihn Bischof Klaus Hemmerle als Pastor nach Bettrath, ein Jahr später wurde er Dechant des Bezirks MG-Nordost. Seit 2006 arbeitet Straßburger als Seelsorger in Venn bzw. heute als Subsidiar in der GdG St. Peter.

Oft pilgerte er mit seinen Pfarrmitgliedern nach Rom und ins Heilige Land. Für die nahe Zukunft hat er den Venner Schützen nach zwei Rom-Pilgerreisen und eine Pilgerreise nach Israel versprochen.