Mönchengladbach: Hochschulstart

Hochschule : „Erstis“ an der Hochschule Niederrhein

2930 Studienanfänger feierten den Beginn der Vorlesungszeit auf dem Street-Food-Fest am Campus Mönchengladbach.

Prüfungsstress und lange Nachmittage in der Bibliothek oder im Labor, Studentenpartys und jede Menge neue Kontakte: 2930 Studienanfänger starteten am Montag in einen hoffentlich spannenden und lehrreichen Lebensabschnitt an der Hochschule Niederrhein. Zum Vorlesungsbeginn veranstaltete der Campus Mönchengladbach wie in den vergangenen Jahren  ein Street-Food-Fest.

Am Morgen hatte Hochschulpräsident Professor Hans-Hennig von Grünberg die Studienanfänger in Mönchengladbach und anschließend am Standort in Krefeld willkommen geheißen. 1650 „Erstis“ beginnen ihr Studium in einem der vier Fachbereiche in Mönchengladbach, 1280 sind in Krefeld eingeschrieben, wo es sechs Fachbereiche gibt. Die meisten Studienanfänger starten ins Bachelorstudium, bislang gab es 370 Studienanfänger in den Masterstudiengängen, bei denen die Einschreibungen noch laufen. Insgesamt bietet die Hochschule Niederrhein knapp 90 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die meisten Neueinschreibungen gibt es in diesem Jahr in den Bachelor Soziale Arbeit, an zweiter Stelle folgt Wirtschaftsingenieurwesen, an dritter Informatik.

„Die Gesamtzahl der Studierenden wird sich im Laufe des Wintersemesters voraussichtlich auf 14.260 einpendeln“, sagte Hochschulsprecher Christian Sonntag. An anderen Hochschulen sei das Einschreibeverfahren noch nicht abgeschlossen, sodass davon auszugehen sei, dass Studienplätze noch gewechselt werden. Darum sei auch die Zahl der Studienanfänger vorläufig. Im vergangenen Jahr hatte es 3000 Studienanfänger gegeben. „Der leichte Rückgang der Zahlen liegt im Rahmen dessen, was Statistiker erwartet haben“, sagte Sonntag.

Zum Street-Food-Fest am Nachmittag waren zahlreiche Studierende gekommen, auch Pendler, die noch nicht am neuen Studienort wohnen, scheuten nicht den Weg. Für den Transfer vom Standort Krefeld stand ein Shuttle-Bus zur Verfügung. Es gab zahlreiche Essensstände und Getränkeausschank, eine Bühne mit Live-Bands und DJ, außerdem Informationsstände und eine Verlosungsaktion.

Ein idealer Ort, um frische Campus-Luft zu schnuppern und erste Kontakte zu knüpfen. Viele „Erstis“ waren alleine gekommen und hatten nach kurzer Zeit Gleichgesinnte gefunden. Niklas Trenaman (19) aus Vluyn und Torben Hinrichsen (19) aus Rheinberg hatten sich auf dem Weg zum Fest an der Bushaltestelle kennengelernt. Trenaman nimmt in Krefeld ein duales Studium in Verfahrenstechnik auf, Hinrichsen wird dort Maschinenbau studieren. „Mir gefällt der starke Praxisbezug der Hochschule Niederrhein“, sagte Hinrichsen. „Es kommt sicherlich viel Arbeit auf uns zu, aber ein bisschen Spaß im Studentenleben wird das wohl relativieren.“ Beide wollen zunächst zu Hause wohnen bleiben und zum Hochschulort pendeln.

Giada Trotta (21) kommt aus Bremen, für das Textiltechnik-Studium stand der Umzug nach Mönchengladbach an. Über ein Wohnungsportal hat sie Antonia Adam (20) aus Bielefeld kennengelernt, sie beginnt in Mönchengladbach ihr Studium in Mode-Design. „Wir haben uns zusammen eine Wohnung am Schillerplatz gesucht und erkunden jetzt die neue Stadt“, sagte Giada. Die Wahl der Hochschule Niederrhein fiel ihr nicht schwer. „In Bremen und auch im Umland kann man Textiltechnik nicht studieren.“

Annika Hilden (18) beginnt ihren Bachelor in Ernährungswissenschaften am Standort Mönchengladbach. Sie kommt aus Düsseldorf und möchte es zunächst mit dem Pendeln versuchen. „Ernährungslehre hatte ich als Schulfach, deswegen hat mich auch das Studium interessiert“, sagte sie. Zum Campus-Fest ist sie allein gekommen, hat aber am Eingang drei andere Studentinnen kennengelernt.

Direkt vor der Bühne hat sich eine größere Gruppe um Miriam Nikqi (24) und Luisa Verbockert (20) geschart, beide trugen ein blaues T-Shirt der Hochschule Niederrhein. Die Studentinnen sind bereits im fünften und dritten Semester, arbeiten aber zum Semesterbeginn als „Ersti“-Tutoren. „Ein beliebter Job“, sagte Nikqi. „Wir zeigen den ‚Erstis’ den Campus und machen Kennenlern-Spiele. Das macht auf jeden Fall jede Menge Spaß.“

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