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Mönchengladbach: Herbstfestival auf Schloss Rheydt

Veranstaltungen in Mönchengladbach : Herbstfestival erstmals auch auf der Ritterwiese

Besucher können vom 2. bis 4. Oktober auf Schloss Rheydt Kunst, Mode und Gartenaccessoires entdecken. Beim Rundgang vorbei an mehr als 130 Ständen müssen sie sich an ein Corona-Schutzkonzept halten.

Ganz ohne Einschränkungen wird das kommende Herbstfestival auf Schloss Rheydt wegen der Corona-Pandemie nicht auskommen. Es gilt ein Maskengebot, und es gibt eine geregelte Wegeführung. Das Museum bleibt geschlossen. Frontal- und Gruppenvorführungen, wie die Wildvogelvorführung, sind nicht möglich. Doch Veranstalter Reno Müller verspricht ein Event mit vielfältigen Angeboten, Inspiration und Besinnlichkeit. „Es wird eine Veranstaltung sein, die den Vorschriften entspricht und die Menschen mit einem guten Gefühl zu uns kommen lässt. Die Leute sind froh, wieder ein Stück Normalität zurückzugewinnen“, sagt er nach Erfahrungen mit Märkten in Düsseldorf und Krefeld unter Corona-Bedingungen. Das Tragen von Mund- und Nasenschutz werde inzwischen weitgehend akzeptiert.

Hinsichtlich der „bespielten“ Fläche wird das kommende Herbstfestival das größte seiner Art sein. Erstmals wird die außerhalb des Schlossterrains liegende Wiese mit einbezogen, die bisher den tapferen Recken beim Ritterfest zu Wettstreit und als Ruhelager vorbehalten war. Trotz des Platzgewinns ist wegen der Abstandsregeln eine Obergrenze festgelegt von 1.645 Personen, die sich zeitgleich auf dem Terrain befinden dürfen.

Damit beschränken sich die Veranstalter Lydia und Reno Müller auf ein Drittel der Wegeauslastung. „Wir sind ein spezialisierter Markt und für den gelten explizite Regeln, die anders sind als die für eine Großveranstaltung mit Bühnensituation und entsprechender Fokussierung“, sagt Reno Müller. Er kündigt eine Route in Einbahnstraßenregelung an, die eine „spazierengehende Wahrnehmung“ des vielfältigen Angebots an Kunst, Lebensart, Mode, Accessoires, Gartenwelt und Kulinarik erlaubt. Angeboten werden zum Beispiel veredelte Gehölze, Ziergewächse, Außenkamine, Edelbrände, Kräuterraritäten, besondere Lakritze, Toskana-Terrakotta, Skulpturen und Bilder. Die Betreiber der Stände sind vielfach auch die Produzenten ihrer Waren.

„Die Wegeführung nimmt die Besucher quasi an die Hand und bringt sie zu jedem Aussteller. Sonst ist es vermutlich schon oft passiert, dass einer gar nicht alles gesehen hat“, so der Veranstalter. Gespräche hätten gezeigt, dass eine solche Regelung vielfach als angenehme Beruhigung des Life-Style-Marktes empfunden werde. Der soll zwei Punkte bieten, von denen aus Teile des Marktes nochmals begangen werden können, ohne die komplette Runde drehen zu müssen.

Für die Bewirtung gelten die aktuell üblichen Regeln der Gastronomie, einschließlich einer nochmals gesonderten Registrierung mit Namen und Erreichbarkeit. Auf der Ritterwiese außerhalb des Schlossterrains und auf der Turnierwiese im Innenhof werden Biergärten eingerichtet. Auf der Ritterwiese werden drei Meter breite Holzwege verlegt, die nur auf einer Seite von Ausstellern flankiert sind. Damit wird ein unnötiges Kreuzen des Weges vermieden.

Müller empfiehlt, Tickets online zu kaufen. Über den Online-Verkauf ist es dem Veranstalter über Zeitangaben möglich, den Eintritt zu steuern. Zudem sichert das Online-Ticket den Zugang, während die Restkontingente an der Tageskasse dem Limit entsprechend aufgefüllt würden. Ergänzend zum Eingang Richtung Schlossterrain, gibt es einen weiteren Zugang zur Ritterwiese. Der Besucherstrom wird über Ticker gemessen und an beiden Eingängen gesteuert.