Mönchengladbach: Hauptschüler jagen Umweltsünder Mister X

Ungewöhnliche Festnahme in Mönchengladbach : Hauptschüler jagen Umweltsünder Mister X

Fahrradschläuche reparieren, Gedichte schreiben, Aufgaben zum Energieverbrauch lösen – die Klima-Rallye war zum Teil kniffelig.

Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind momentan in aller Munde und aktuell wie nie. Um den Schülern der Katholischen Hauptschule Neuwerk die Wichtigkeit dieser Themen aufzuzeigen und ihnen zu erklären, wie sie ihren Beitrag leisten können, veranstaltete die Kolpingfamilie Mönchengladbach eine Klima-Rallye, an der zwei fünfte und eine sechste Klasse teilnahmen.

An verschiedenen Stationen mussten die Schüler Fragen beantworten und Aufgaben lösen, die sich mit dem Thema Umweltschutz beschäftigen. Per WhatsApp-Nachrichten bekamen sie dann Hinweise auf den Aufenthaltsort von Mister X, der einen Klimasünde symbolisierte.

Insgesamt fünf Stationen galt es für die jungen Klimaschützer zu meistern. Sie konnten sich entweder zu Fuß, mit dem Bus oder per Fahrrad fortbewegen. Die erste Station war am NEW-Blauhaus. Die Kinder erhielten dort Informationen, die sich hauptsächlich mit dem Thema Energieverbrauch beschäftigten, und mussten dann Fragen dazu beantworten. Der elfjährigen Romy gefiel diese Station besonders gut: „Es war sehr abwechslungsreich. Ich habe da viel lernen können“, sagte sie nach dem Besuch. Die NEW stellte außerdem die Fahrkarten, damit die Teilnehmer mit dem Bus durch die Stadt fahren konnten.

An der Fahrradstation mussten die Rallye-Teilnehmer unter anderem Fahrradschläuche aufpumpen. Foto: Bauch, Jana (jaba)

Weiter ging es für die Schüler zum Alten Markt, wo sich das Kolpinghaus befindet. Initiatorin des Projekts, Brigitte Vieten von der Kolpingfamilie Mönchengladbach, erwartete die Kinder dort mit der Aufgabe, ein Gedicht zu schreiben. Es sollte ein kurzer Text sein, der bestimmte Schlagworte enthält.

Brigitte Vieten arbeitete als Deutschlehrerin und war begeistert von den Gedichten, die einige Gruppen abgaben. „Dieser Stopp unterscheidet sich etwas von den anderen. Ich denke, das Schreiben eines Gedichts ist eine gute Möglichkeit für die Kinder, den Tag und das Neuerlernte noch einmal auf eine ganz andere Weise zu verarbeiten.“

Am Blauhaus der NEW ging es um die Themen Energieverbrauch und Klimaschutz. Foto: Bauch, Jana (jaba)

Die dritte Station befand sich am Santanderplatz, an dem ein Fahrradparcours aufgebaut war, den die Schüler meistern mussten. Romys Klassenkamerad Nico hielt dies für die beste Station. „Es hat großen Spaß gemacht. Außerdem war es nicht so schwer wie einige andere Aufgaben“, sagte Nico. Am Parcours händigte die Santanderbank außerdem Codes aus, mit denen die Schüler kostenlos Fahrräder ausleihen konnten, während sie die Rallye bestritten.

An der Matthiasstraße erwarteten die Kinder weitere Informationen und Fragen zum Thema Autofasten, bevor es dann für sie zum Mönchengladbacher Hauptbahnhof ging, An der letzten Station mussten die jungen Rallye-Teilnehmer einen Reifen aufpumpen und sogar flicken. Während viele der anwesenden Erwachsenen nicht genau wussten, wie man am einfachsten einen Fahrradreifen repariert, benötigte eine der Gruppen nur wenige Minuten, wie Brigitte Vieten anerkennend bemerkte.

Celine und Laura mussten wie die anderen Schüler bei der Rallye auch Fragen beantworten. Foto: Bauch, Jana (jaba)

Waren alle Aufgaben gemeistert, erhielten die Teilnehmer von Mister X per WhatsApp-Nachricht Hinweise über sein Versteck. Dieses befand sich an der Vogelvoliere im Bunten Garten. „Gewonnen hat eine Gruppe aus der sechsten Klasse. Sie haben Mister X mit einem Schal die Hände auf den Rücken gebunden und ihn tatsächlich so bis zu uns transportiert. Durch die Stadt, vom Bunten Garten bis zum Kolpinghaus am Alten Markt“, sagte Beate Vieten lachend.

Die Kinder hatten nicht nur großen Spaß an der Klima-Rallye der Kolpingfamilie Mönchengladbach, sie lernten auch viel und nahmen einige Erkenntnisse mit nach Hause. „Wir werden ab jetzt weniger mit ins Auto steigen und lieber laufen oder das Fahrrad nehmen. Auch Busfahren ist ab und zu okay“, sagten Romy und Nico einstimmig verlauten.

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