Mönchengladbach hat ein neues Markenzeichen: Trampolin-City!

Kolumne Mensch Gladbach : Springen, rutschen und wachsen

Unsere Stadt hat ein neues Markenzeichen: Trampolin-City! So lassen sich auch große Sprünge für das gesteuerte Wachstum trainieren. Abenteuerlustige hängen einfach noch eine Geländefahrt per Rad dran.

Große Sprünge machen, ist etwas Herrliches! Es fühlt sich für einige Augenblick an, als könne man fliegen. Und ist es der richtige Zeitpunkt, bleibt man im Aufwind. Wer hoch hinaus will, sollte vorher aber ausreichend trainieren: Deshalb sind wir dankbar und sicher, dass die städtische Wirtschaftsförderung viel Kraft und Zeit aufgewendet hat, um nicht nur einen großen Trampolin-Park in Mönchengladbach anzusiedeln, sondern gleich zwei. Immerhin setzt Mönchengladbach gerade zum Sprung für den seit langem ersehnten Höhenflug an.

Dazu passt auch der Name der ersten Trampolinhalle, die gerade an der Grenze zwischen Holt und Venn eröffnet hat: „Hy-Fly“. Die Vielfalt ist groß auf den zahlreichen „Areas“: Einzelgänger können sich allein im Springen üben, Teamplayer mit Freunden. Wer den Kampf mag, kann sich duellieren (perfekt für die Spitzenkandidaten im nächsten Kommunalwahlkampf). Für trainierte Überflieger gibt es extreme Höhen, passionierte Strippenzieher  können beim Ninja Parcours ihre Geschicklichkeit demonstrieren.

Eine 270.000-Einwohner-Metropole (Tendenz stark steigend!) braucht aber mehr Sprungkraft. Und darf auch nach den Sternen greifen. Wohl deshalb eröffnet in wenigen Monaten in Neuwerk „Space Jump“. Auf rund 3000 Quadratmetern ist auch dort eine Trampolin-Arena vorgesehen. Doch nicht nur das: Der niederländische Investor plant dort auch noch einen riesigen Indoor-Spielplatz. Wir freuen uns schon auf die Disziplinen „Mein Förmchen ist aber größer als deins“ sowie Untertauchen im Bälle-Bad. Auch das sind Fähigkeiten, in denen sich die wachsende Stadt mit Blick auf interkommunale Mitwerber dringend üben sollte. „Trampolin-City plus“ hat also gute Chancen, ein neues Markenzeichen unserer Stadt zu werden.

Wem das nicht genug Abenteuer ist, dem empfehlen wir eine Fahrt mit dem Rad – dem eigenen, einem neu gekauften (Mönchengladbach ist auch das Zentrum großflächigen Fahrradhandels) oder von einer der stadtweit verstreuten Leihstationen. Radwege, die im Nichts enden oder so schmal sind, dass selbst Zero-Size-Frauen über den Schutzstreifen auf die Spuren der Autos ragen. Liftfass-Säulen, Verkehrsschilder oder dicke Baumwurzeln machen den Zweiradparcours zur sportlichen Herausforderung.

Wer beim Skifahren als Minimum die schwarze Piste braucht oder gerne den Iron Man auf Hawaii gibt, sollte seine Fahrradtour zwingend auf die Tage nach starkem Schneefall legen. Das soll Mitte der nächsten Woche wieder möglich sein. Dann wird auf vielen Radwegen mit Benutzungspflicht (Blaues Schild) das Fahren zum Balance-Akt. Rutschpartie mit Sturzgefahr oder doch ordnungswidrig die geräumte Straße benutzen? Nervenkitzel ist jedenfalls garantiert.

Für jene, die das Abenteuer nicht freiwillig suchen, hier eine Prise Hoffnung: Die wachsende Stadt im Aufwind will auch fahrradfreundlicher werden. Darauf einen Freudensprung im „Hy-Fly“! Und ein Wochenende im Höhenflug.

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