Mönchengladbach: Hardter Schülerzeitung ist top

Gesamtschule Hardt : Schülerzeitung „standpunkt“ räumt ab

Hardts Nachwuchsjournalisten zur Zukunft der Medien: Facebook bei der Jugend nicht mehr erste Wahl.

(lhen) Mehrere Auszeichnungen hat sie schon, jetzt war sogar ein Sonderpreis dabei: Die Online-Schülerzeitung „standpunkt“ der Gesamtschule Hardt wurde beim Schülerzeitungswettbewerb „Kein Blatt vorm Mund“ zu den besten 29 Schülerzeitungen Deutschlands gezählt. Für die Aufbereitung des Themas Europa erhielt sie den Sonderpreis „Europa hier bei mir“ der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland.

Drei Chefredakteure und ein Blogger-Team von 21 Schülern arbeiten an der digitalen Ausgabe, die einmal jährlich auch in Print erscheint. Die Online-Zeitung gibt es seit 2008. Auch in den Sozialen Netzwerken Instagram, Twitter und Facebook ist sie aktiv. Dorothée Vollmer ist die betreuende Lehrerin der Schülerzeitung. „Die Redaktion versteht sich auch als Botschafter für die Schülerschaft“, sagt sie. „Viele politische und gesellschaftliche Themen dringen im Schulunterricht gar nicht bis zu den Schülern durch, ,standpunkt’ aber greift sie auf. Die Schülerzeitung versucht gerade das Thema ‚Europa’ so aufzubereiten, dass die Mitschüler es verstehen.“

Dass ihr das gelingt, zeigt die Würdigung mit dem Schülerzeitungspreis „Europa“. Gelobt wurde insbesondere die Aufbereitung des Themas Migration, mit der sich die Schüler den aktuellen Herausforderungen in Europa stellen würden, so Reinhard Hönighaus, Sprecher der Europäischen Kommission. Mehrere Beiträge erzählen zum Beispiel in Text, Bild und Video von Projekten in Polen, in denen Schüler der Gesamtschule dem Thema „Flüchtlinge und Integration“ auf den Grund gehen. Andere Artikel widmen sich der Türkei oder stellen die Initiative „Pulse of Europe“  vor. Neben der Reise zur Preisveranstaltung in Berlin erhielt die Redaktion ein Preisgeld von 500 Euro. Neben „standpunkt“ wurde auch das „LindenBlatt“ aus Berlin mit dem Sonderpreis geehrt.

An der Gesamtschule Hardt beschäftigen sich die Nachwuchsjournalisten auch mit der Zukunft der Medien. Dabei gibt es interessante Erkenntnisse. „Wir konnten feststellen, dass wir die Zielgruppe über Facebook heute nicht mehr so gut erreichen wir früher“, sagt Vollmer. Deswegen hätten die Schüler den „Schulmonitor“ entwickelt, ein Format, das wichtige Themen anreißt und auf die Website neugierig macht.

(lhen)
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