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Mönchengladbach hält Stickoxid-Grenzwert deutlich ein - kein Dieselfahrverbot

Luftqualität in Mönchengladbach : Auch Holt unterschreitet Stickoxid-Grenzwert deutlich

2019 wurden an der kritischen Stelle an der Aachener Straße erstmals deutlich weniger als erlaubten 40 Mikrogramm Stickoxid gemessen. Ein Dieselfahrverbot ist damit für Mönchengladbach wohl kein Thema mehr.

Dieselfahrverbote sind für Mönchengladbach wohl kein Thema mehr. Denn die Stadt hält inzwischen auch an der bisher stets kritischen Aachener Straße in Holt die vorgebenen Grenzwerte für Stickoxid ein. 2019 hat das Landesumweltamt dort eine Belastung von 35,7 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgestellt. Das ist deutlich weniger als der erlaubte Mittelwert von 40 Mikrogramm. 2018 hatte die Stadt erstmals genau diese 40 Mikrogramm eingehalten, nachdem die Belastung in den Jahren davor stets über dem Grenzwert gelegen hatte. Daraufhin hatte die Deutsche Umwelthilfe wie in vielen anderen Städten auch mit einer Klage gedroht, falls keine Dieselfahrverbote eingeführt würden.

„Die Luftqualität im Stadtgebiet verbessert sich von Jahr zu Jahr. Das sind erfreuliche Entwicklungen, die zeigen, dass der 2012 in Kraft getretene Luftreinhalteplan eine große Wirkung auf die Verbesserung unserer Luftqualität hat. Alle Grenzwerte sind inzwischen deutlich eingehalten“, sagt Planungsdezernent Gregor Bonin in einer MItteilung der Stadt.  An den anderen Messstellen in der Stadt hatte es bereits seit Jahren kaum Probleme mit den Belastungen mit Stickoxid, Feinstaub und Ozon gegeben.

Das Rathaus führt die Verbesserung vor allem auf das Durchfahrtsverbot für Lastwagen zurück, das seit August 2018 mit einer Lkw-Blitzeranlage überwacht wird. Von Januar bis Ende September 2019 wurden 1385 Falschfahrer dort geblitzt, was 143.347 Euro an Bußgeldern einbrachte. Auch der Verkehr des 2019 eröffneten Kaufland-Marktes habe offenbar nicht zu einer Verschlechterung der Luftqualität geführt.