Mönchengladbach: Gymnasien werden digitale Pilotschulen

Hugo-Junkers und Geroweiher : Schulausschuss bestimmt zwei Gymnasien zu digitalen Pilotschulen

13 Schulen hatten sich darum beworben, 300.000 Euro aus dem städtischen Etat für die Digitalisierung zu bekommen. Jetzt hat der Schulausschuss entschieden: Das Gymnasium am Geroweiher und das Hugo-Junkers-Gymnasium erhalten den Zuschlag.

Die Entscheidung fiel im Schulausschuss mit den Stimmen der Koalition aus CDU und SPD: Das Gymnasium am Geroweiher und das Hugo-Junkers-Gymnasium werden unter den Gladbacher Schulen die Vorreiterrolle in Sachen Digitalisierung übernehmen. 13 Schulen hatten sich darum beworben, digitale Pilotschule zu werden, davon  zwei Realschulen, zwei Gesamtschulen, zwei Berufskollegs, sechs Gymnasien und eine Grundschule. Für die beiden Pilotschulen stehen in diesem und dem kommenden Jahr 300.000 Euro aus dem städtischen Etat zur Verfügung, die in die Digitalisierung fließen können.

Das Projekt Digitale Pilotschule war von den Ratsfraktionen von CDU und SPD erdacht worden, um die Mönchengladbacher Schulen möglichst schnell zukunftstauglich aufzustellen. Die Schulen, die sich um die Teilnahme am Modellprojekt bewerben wollten, mussten einen Beschluss der Schulkonferenz und ein schriftliches Konzept vorlegen, das unter anderem darlegt, wie Schüler fächerübergreifend den sicheren Umgang mit digitalen Medien erlernen und welche personellen Ressourcen in der Schule zur Verfügung stehen. Die Pilotschulen sollen ihre Erfahrungen weitergeben und Ansprechpartner für andere Schulen sein. „Die Pilotschulen müssen die Kraft haben, andere Schulen mitzunehmen“, sagte Schuldezernent Gert Fischer.

Fünf Schulen haben aus Sicht der Großen Koalition herausragende Bewerbungen abgegeben: das Berufskolleg Volksgarten und die Gymnasien an der Gartenstraße, am Geroweiher, Hugo Junkers und Math. Nat. Für die beiden ausgewählten spreche auch, dass sie Erfahrungen in der Zusammenarbeit in Schulverbünden haben, sagte SPD-Ratsfrau Monika Schuster. Das Hugo-Junkers-Gymnasium kooperiert mit der Realschule an der Niers und der Hauptschule Dohr, das Gymnasium am Geroweiher bildet mit Heinrich-Lersch-Hauptschule und der Realschule Volksgarten den Schulverbund Mönchengladbach Stadtmitte. Gerd Schaeben von den Grünen kritisierte, dass mit zwei Gymnasien nur eine Schulform berücksichtigt werde. Das unterstrich Ansgar Strerath, Sprecher der Hauptschulen: „Die Anforderungen an Hauptschulen sind völlig anders als an Gymnasien.“

Mit den Pilotschulen will Mönchengladbach sich auch auf den Digitalpakt vorbereiten. Wenn die Bundesmittel fließen, sollen die Schulen der Stadt auf Erfahrungswerte zurückgreifen und Erfolgsmodelle übernehmen können. Für jede Schule werden 180.000 Euro bereit stehen. Allerdings wartet die Verwaltung immer noch auf Post aus Düsseldorf mit Informationen zur konkreten Umsetzung.

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