Mönchengladbach: Günter Krings mit 92 Prozent als CDU-Chef bestätigt

CDU-Parteitag im Franz-Meyers-Gymnasium : Günter Krings mit 92 Prozent als CDU-Chef bestätigt

Bei den Wahlen auf dem Parteitag im Franz-Meyers-Gymnasium gab es bei den Beisitzern Neuzugänge und Wiederkehrer.

Wenn bei Vorstandswahlen von Parteien keine direkten Kampfkandidaturen anstehen, liegen die Botschaften in Nuancen. So auch beim Parteitag des Mönchengladbacher CDU-Kreisverbands, der passenderweise im Gymnasium mit dem Namen des früheren CDU-Ministerpräsidenten und Oberbürgermeisters Franz Meyers abgehalten wurde. Ausgerechnet um den Posten des Schatzmeisters (aufwändig, deshalb im Allgemeinen wenig begehrt) hatte sich eine Kampfkandidatur angebahnt: Michael Fischer wollte seinen Vorstandskollegen Dieter Breymann herausfordern. Doch man einigte sich im Vorfeld, Fischer kandidierte doch nicht.

Breymann, Ratsherr, engagierter Kulturpolitiker und Kämpfer gegen Rechtsextremismus, musste wohl deshalb das schlechteste Ergebnis im Vorstand wegstecken – auf hohem Niveau, nämlich 71 Prozent. Bestätigt durfte sich Parteichef Günter Krings fühlen: 91,8 Prozent der knapp 150 Stimmberechtigten kreuzten für ihn ein Ja an. Die zwölf Nein-Stimmen waren zwar so viele wie nie zuvor, der Staatssekretär des Inneren, der mit der NRW-Gruppe in seiner Bundestagfraktion den mächtigsten Landesteil leitet, war dennoch „sehr zufrieden“. Nach der fünften Wahl und einigen kontroversen Themen seien Nein-Stimmen zu erwarten gewesen.

In seiner Rede stellte Krings den starken Rechtsstaat ins Zentrum, sprach die angestrebte Stationierung der Bundespolizei in Mönchengladbach an, die Strategische Fahndung im grenznahen Bereich, die konsequente Abschiebung illegal Eingereister. Der Rechtsstaat müsse gegen rechtsradikale Straftäter ebenso durchgesetzt werden wie gegen die Rechtsbrecher im Hambacher Forst. Angesichts des zunehmenden Vandalismus’ in Mönchengladbach (wie zuletzt am Rheydter Rathaus) plädierte er für ein „stadtweites Maßnahmenpaket“. Polizei und Ordnungsamt seien ebenso gefordert wie „eine Kultur des Hinsehens“. Immer wieder erhielt Krings Zwischenapplaus.

Das beste Ergebnis holte der Landtagsabgeordnete Jochen Klenner: Er wurde mit 92,3 Prozent als Mitgliederbeauftragter bestätigt. Zu Vize-Vorsitzenden wurden Frank Boss (81,9 Prozent), Martin Heinen (75 %), Roderich Busch (bisher Beisitzer, 72,9 %) und Simone Damm-Zehetner (70.8 %) gewählt. Petra Heinen-Dauber (83 %) und Junge-Union-Chef Simon Schmitz (84 %) sind Beisitzer im geschäftsführenden Vorstand.

Spannender wurde es bei der Wahl der restlichen Beisitzer. Denn für 22 Posten gab es 29 Bewerber. Das beste Ergebnis holte hier Doris Jansen mit 75,9 Prozent. Die Vorsitzende der Frauen Union, Annette Bonin, kam hinter Vanessa Odermatt und Herbert Pauls mit 63,5 Prozent auf den vierten Platz – für manche überraschend. Neu im Vorstand sind Dominique Bielen, Manuela Luhmen, Angelika Schürings und Jan Dauber. Zurückgekehrt ist Ratsherr Frank Eibenberger. Nicht gereicht hat es für den Ratsherrn Willi Schmitz. Er hatte in seiner Vorstellungsrede gefordert, die Partei müsse sich bei der Ratsfraktion mehr einmischen (vor allem beim Thema Steuererhöhungen). Nicht mehr als Beisitzer kandidiert hatte der Beigeordnete Gert Fischer.