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Mönchengladbach: Grüne kritisieren Bitte um Bundes-Hilfen für Flughafen

Airport in Mönchengladbach : Grüne kritisieren Bitte um Bundes-Hilfen für Flughafen

Die Stadt erhofft sich Hilfe für die Finanzierung des Instrumentenlandesystems, das jährlich 1,2 Millionen Euro kostet. Die Grünen wollen lieber die Landegebühren erhöhen.

Die Grünen in Mönchengladbach lehnen Hilfen vom Bund für den Mönchengladbacher Flughafen ab. Die städtische Entwicklungsgesellschaft EWMG, der die Mehrheit am Airport gehört, hatte in einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) darum gebeten, Mönchengladbach bei Kostenübernahmen von Instrumentenlandesystemen zu berücksichtigen. Der Bund plant, die Kostenübernahme auch auf Regionalflughäfen auszuweiten. Für Mönchengladbach würde das bedeuten, dass auf einen Schlag rund 1,2 Millionen Euro aus dem Minus verschwinden. Das liegt nach ersten Einschätzungen für das vergangene Jahr bei etwa 2,2 Millionen Euro.

Grünen-Politiker Hajo Siemes kritisiert, es dürften keine Steuergelder für Flughäfen aufgewendet werden, wo doch aus Klimaschutzgründen der Flugbetrieb zwingend reduziert werden müsste: „Wenn der Verkehrslandeplatz nicht wirtschaftlich arbeitet, sollte entweder der Betrieb ganz eingestellt oder die Start- und Landegebühren drastisch erhöht werden.“ Dies sei ein wirksames Instrument, um den Flugbetrieb wirtschaftlich zu regeln oder den Betrieb entsprechend einzustellen.

Das Minus am Airport soll auch über neue Gewerbeansiedlungen deutlich gesenkt werden. 2026 soll es nur noch bei 360.000 Euro liegen. Dem soll im städtischen Haushalt gleichzeitig ein Plus von 2,1 Millionen Euro bei den Gewerbesteuereinnahmen gegenüberstehen. Damit wären die bei der Bezirksregierung für das Flughafendefizit als Kompensationsvorschlag hinterlegten Steuererhöhungen nicht nötig.