Eva Engelken darf nicht in Ratsfraktion Wieder heftiger Streit bei den Mönchengladbacher Grünen

Mönchengladbach · Rückt Grünen-Mitglied Eva Engelken für Lena Zingsheim-Zobel in den Rat, darf sie nicht der Grünen-Fraktion angehören. Auslöser sind Äußerungen zu einem geplanten Gesetz, das transgeschlechtlichen Menschen die Änderung des Personenstands erleichtert.

 Im Ratssaal möchte die Grüne Eva Engelken demnächst bei Sitzungen Platz nehmen, ihre Partei will sie aber nicht in der Fraktion haben.

Im Ratssaal möchte die Grüne Eva Engelken demnächst bei Sitzungen Platz nehmen, ihre Partei will sie aber nicht in der Fraktion haben.

Foto: Bauch, Jana (jaba)

„Menschenverachtend“, „unsägliche Unterstellungen und für transgeschlechtliche Menschen äußerst verletzend“ – es sind schwere verbale Geschütze, die die Ratsfraktion der Gladbacher Grünen gegen Eva Engelken auffährt. Dabei gehört Engelken auch den Grünen an. Aktueller Auslöser für die Kritik, die auch die Grüne Jugend in einer eigenen Erklärung teilte, ist ein Auftritt Engelkens in der Sendung „Stern TV“ am 29. Mai. Dort äußerte die 50-jährige Juristin und Buchautorin Kritik an – noch nicht festgeklopften – Plänen der Ampel-Koalition in Berlin, transgeschlechtlichen Menschen die amtliche Änderung ihres Personenstands zu erleichtern. Während Befürworter das als Hilfe und Erleichterung verstehen, befürchtet Engelken, das öffne „ein Scheunentor für Missbrauch“.