Mönchengladbach: Greta-Markt mit viel Fantasie

Gründerzeitviertel: Mit Greta ins Kinderland der Fantasie

Der Greta-Markt lockte mit liebenswürdigen Ideen, vielfältigen Leckereien und fantasievollem Flair viele Besucher an.

Unter einer Linde genossen Bettina und Horst Schnitzler im Margarethengarten ein schattiges Plätzchen. Hier ruhten sie sich ein wenig aus von der Entdeckungsreise, die ihnen der Greta-Markt in seiner liebeswürdigen Fülle bot. „Obwohl es so voll ist, wirkt alles ganz unaufgeregt und entspannt“, stellten beide einmütig fest. Die Erwartung auf schöne wie auch ausgefallene Dinge und ein strahlend blauer Himmel hatten wieder einmal viele Besucher nach Eicken gelockt. 150 Aussteller breiteten ihr Angebot auf dem Schillerplatz und in den umliegenden Straßen aus. Mit ihnen war eine herrlich bunte Mischung von liebenswürdigen Ideen, upgecycelten Dingen, Mode, Schmuck, Fotografien, kniffliger Handarbeit sowie süßen und herzhaften Leckereien zu Gast. Vieles davon ist nicht unbedingt lebensnotwendig, trifft aber mit seinem Charme direkt ins Herz.

Mit dem diesjährigen Motto „Greta im Land der Kindheit“ betonten die Organisatorinnen Myriam Topel und Nicole Schlürensauer das phantasievoll verzauberte Flair, das beim Markt der schönen Dinge immer mitschwingt. Am Denkmal schienen sich Heerscharen von Plüschtieren empor zu hangeln, während ein auf dem Schillerplatz mittig aufgestelltes Zelt mit Kinderbett und Matratzen zu einem der schattigen Sammelpunkte von Eltern und ihrem Nachwuchs wurde. Der Museumsverein lud Kinder zum Basteln von hübschen Masken ein und bot zugleich ein Fotoshooting vor fröhlich bunter Wand an. Der Margarethengarten war verwandelt in ein Paradies für kleine Leute und im Herzen jung gebliebene Erwachsene. Hier konnten sie riesige Seifenblasen auf Reisen schicken oder mit Strickleiter und Tau in schwindelerregende Höhen klettern.

Der Schillerplatz in Mönchengladbach lebte und
Der Schillerplatz in Mönchengladbach lebte und die Märchenwelt war vertreten. Auch das Denkemal war bunt verziert. Foto: Reichartz,Hans-Peter (hpr)
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Ganz ohne Strom und Internet fertigte Mariusz Kuklik an der „Kobold Presse“ in Manier der klassischen Buchdruckerei Karten und Plakate nach individuellen Wünschen. „Erklären ist das Eine, aber sehen ist doch noch immer besser“, kommentierte der Bielefelder die Zeitreise in eine alte Handwerkskunst. Am Stand vom „Holzstöckchen“ sägte Fabian Sprau im Feinschnitt Motive und Wörter für Stempel und Schlüsselanhänger aus. Die von ihm genutzte Dekupiersäge ähnelte einer schlichten Nähmaschine und schien die gleiche Akribie vorauszusetzen. „Wir reisen immer gerne an für den Greta-Markt. Der ist jedes Mal so liebevoll gemacht. Ich bin ein großer Fan der Organisatorinnen“, schwärmte der Bonner.

Stark umlagert war ebenso der Stand des Mönchengladbachers Tim Theves, der individuelle Lösungen aus Beton anbietet. Etwa hundert Meter entfernt bot Karin Ruske unter dem Namen „Beton Gedöns“ kleinere Formate feil. Griffelschalen und Kerzenleuchter gefielen in der schlichten und formschönen Gestaltung. Am Stand der „Flamingo-Box“ von Jeannine Duman-Rumpel war alles ganz klein, fein und in der Farbgebung vorwiegend pastellig zart. Als Namensgeber war der Flamingo in Fimo-Technik natürlich präsent, eingebunden in eine niedliche Hutkreation.