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Mönchengladbach: Gemeinschaft Sant'Egidio feiert Jubiläum

Mönchengladbach : 50 Jahre Einsatz für Menschlichkeit

Die Gemeinschaft Sant’Egidio feierte mit einem Festgottesdienst ihr Jubiläum.

Bereits im Jahr 1968 nahm die Gemeinschaft Sant’Egidio ihren Anfang. 50 Jahre später ist sie zu einem internationalen Netzwerk in mehr als 70 Ländern mit rund 60.000 Mitgliedern geworden. „Junge Gymnasiasten im Rom legten den Grundstein. Sie fragten sich, was wir tun können, um die Welt besser zu machen“, sagte Kerstin Birke von der Gemeinschaft. „Sie lasen die Bibel und fanden für sich die Botschaft, dass sie zu den Menschen in den Baracken gehen sollten. Dort lebten viele Arbeiter aus Süditalien. Sie gaben den Kindern Nachhilfe, so dass sie auf die Regelschule gehen konnten.“

Seither steht der Mensch im Mittelpunkt unabhängig von Herkunft oder Glaube. Die Gemeinschaft initiiert in der Stadt viele Aktionen. Alle zwei Wochen gibt es den Franziskus-Tisch. Dann kommen Obdachlose, Flüchtlinge oder Alleinstehende zusammen, essen gemeinsam und kommen ins Gespräch. „Uns ist aufgefallen, dass es sehr viele Alleinstehende Menschen gibt, die niemand sieht. Ihnen möchten wir helfen“, sagte Kerstin Birke.

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Außerdem gibt es die Friedensschule. Die Kinder treffen sich jeden Samstag und essen zusammen, spielen oder geben Nachhilfe. Regelmäßig findet auch ein Besuch im Altenheim in Windberg statt. Einmal im Jahr geht es gemeinsam in den Urlaub. Dabei ist jeder willkommen. Das merkt man nicht nur beim Empfang nach dem Festgottesdienst, jeder Besucher wird umarmt wie ein Freund. Sondern es sind viele Menschen jeglicher Couleur zum Gottesdienst erschienen. Passend dazu auch das Motto: Jeder Mensch ist einzigartig, unter dem der Festgottesdienst steht. Bischof Helmut Dieser betonte in seiner Homilie: „Ich möchte Ihnen Danke sagen, dass Sie sich den Menschen zuwenden, die aus dem Blickfeld verschwinden. Sie zeigen Menschen., dass sie es Wert sind. Wertvoll sind für Sie und andere.“

Zwei dieser Menschen sind Edelgard Breuer und Harry Weingartner. Edelgard Breuer ist seit 40 Jahren in der Gemeinschaft aktiv und engagiert sich mit dem Inner Wheel Club beim großen Weihnachtsessen. „Es hat mich von Anfang an begeistert, dass so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen. Ich bin bei den Friedensfeiern immer dabei gewesen“, sagte sie. Harry Weingartner ist Rentner, war früher als Ingenieur tätig. Durch Kerstin Birke lernte er die Gemeinschaft kennen. „Freundschaft ohne Grenzen ist mir wichtig. Ich habe durch die Gemeinschaft gelernt, offen über meinen Glauben zu sprechen“, sagte er.