Mönchengladbach: Geistenbeck, Ohler und Broich-Peel feiern Schützenfeste 2019

Schützenfeste in Mönchengladbach : Schützen zaubern ein Lächeln auf die Lippen

Am Wochenende gab es einen König Hupf – und jede Menge Gäste, die auf drei Schützenfesten feierten.

Broich-Peel „Bitte lächeln!“ Ein großes gelbes Plakat, angebracht am Altar der Pfarrkirche, machte beim Einzug der Schützenbrüder zur Festmesse anlässlich des Prunk- und Heimatfestes der St. Rochus Schützenbruderschaft darauf aufmerksam, worauf es ankam: Lächeln! In jedem Jahr bereitet eine Gruppe junger Frauen die Festmesse vor. Pia Baltes, Julia Theißen und Anne Schmitz taten es in Absprache mit Pfarrer Harald Josephs. Gelächelt haben sowohl Schützen als auch Besucher der Festmesse. Anstelle einer Lesung aus der Bibel wurde die Geschichte von König Hupf vorgelesen, der nie Zeit hatte und auch das Hüpfen verboten hatte. Mit dem Satz „Nee, watt woar dat schön“ umschrieb Brudermeister Norbert Ohlenforst den Wert dieser Festmesse. Eine Meinung, die auch Bezirksbundesmeister Horst Thoren teilte, so ernannte er König Tobias Krappen kurzerhand zum König Hupf von Broich-Peel. Aber auch andere Schützen wurden ausgezeichnet. So erhielten Sarah Rumpf (Fahnenschwenkerin), Herbert Tolls und Sebastian Haves Silberne Verdienstkreuze. Hohe Bruderschaftsorden gab es für Jochen Stevens, Hans-Peter Meier, Dr. Peter Sieben und Georg Bolten. Die höchste Auszeichnung, das St. Sebastianus Ehrenkreuz, bekam Michael Rumpf.

Die Königshäuser in Broich-Peel: König Tobias Krappen. Seine Minister sind Bruder Florian und sein Vater Edgar. Jugendmajestäten sind Prinz Christian Vieten und die Ritter Peter Vieten und Tobias Vieten. Schülerprinz ist Tobias Rocholl, seine Ritter Sophie Hendelkens und Henning Stevens.

Heute nach der Heiligen Messe ist um 11 Uhr Klompenparade, anschließend Vogelschuss. Der Dienstag endet nach dem Zapfenstreich an der Kirche (19 Uhr) mit dem Familienball im Festzelt.

Beim Mairichten marschierten die Schützen in Broich-Peel am Haus ihres Königs Tobias Krappen auf. Foto: Markus Rick (rick)

Ohler-Ohlerfeld „So viel Besuch zur Sonntagsparade hatten wir in Ohler-Ohlerfeld lange nicht!“ Stolz bilanzierte Präsident Achim Reiermann nicht nur den Besuch von acht befreundeten Bruderschaften aus der Stadt und Köln-Roggenfeld, sondern auch die Zahl der Zuschauer, die in Dreierreihen links und rechts der Konradstraße die Vorbeimärsche beklatschten. Ebenfalls begeistert zeigte sich Präses Pfarrer Michael Schicks: „Das hat doch was. Wenn ich das heute sehe, muss ich sagen, dass Schützenwesen behauptet sich gegen die Smartphonezeit.“

Traditionell beginnt das Volks- und Heimatfest der St. Konrad Schützenbruderschaft mit der Rocknight mit Booster. „Es war proppenvoll“, erzählte Präsident Reiermann, „somit haben wir wieder ein gutes finanzielles Polster erwirtschaftet“. Nicht ruhig geschlafen hat nach der rockigen Nacht Schützenkönig Bernhard Cörstges, der mehrere Stunden in erster Reihe die Nacht genossen hatte.

Drei Königshäuser gibt es in Ohler-Ohlerfeld: Neben König Bernhard Cörstges und seinen Brudermeistern Achim Dunker und Hans-Theo Oversberg sind das Jungkönig Yannik Nebeler mit seinen Ministern Niklas Wormuth und Andreas Claßen sowie Schülerprinz Moritz Dreimöller. Bezirksbundemeister Horst Thoren zeichnete drei Schützenbrüder mit dem Silbernen Verdienstkreuz aus: Sven Ixkes, Andreas Claßen und nochmal Andreas Claßen (den Namen gibt es in Ohler tatsächlich zweimal).

Strammer Stechschritt der Schützen bei der St.-Josef-Bruderschaft in Geistenbeck. Foto: Ilgner Detlef (ilg)

Geistenbeck Das Volks-, Heimat-, und Schützenfest der St. Josef Schützenbruderschaft Geistenbeck  begann am Freitagabend mit der 1. Geistenbecker Schlagernacht. Die neuen Sterne am Schlagerhimmel, wie Horst Krefelder oder Sonja Liebing, heizten den Besuchern mindestens genauso ein wie DJ Dirk Nys. Am Samstagnachmittag begann der offizielle Teil des Schützenfestes mit dem traditionellen Maiensetzen. Am Sonntag gab es beim Festgottesdienst erstmals „Kölsche Töne“ vom Gospelchor „Gospel Voices Holzweiler“, anschließend  ging es mit einem musikalischen Frühschoppen im Festzelt am Stapper Weg weiter.

„Wir wohnen schon fast zwei Jahrzehnte hier in Geistenbeck. Die Tradition hochzuhalten, finde ich enorm wichtig. Mit unseren Nachbarn sind wir deswegen heute wieder beim Frühschoppen dabei und freuen uns schon auf die große Parade heute Abend“, erzählte Anwohnerin Beate Schörings.

Dass vor allen Dingen das Gemeinschaftsgefühl in Geistenbeck so schön ist, findet auch Markus Ricke: „Wir waren schon Samstag beim Tanzabend. Hier treffen wir nette Nachbarn, Freunde und lernen auch neue Leute aus dem Ort kennen. Das ist schön und macht das Gefühl von Heimat irgendwie aus.“ Wer die diesjährige Königin Petra Krauß, Urenkelin des 1. Generalfeldmarschalls Wilhelm Meuser, und ihren Mann Rolf, im kommenden Jahr ablöst, entscheidet sich beim Vogelschuss am Montag. Auch das Schülerprinzen- und Prinzenschießen findet am Nachmittag im Festzelt statt und bringt die neue Majestäten-Generation hervor.