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Mönchengladbach: Freie Fahrt auf Theodor-Heuß-Straße und Hermann-Piecq-Anlage

Wichtige Straßen in Mönchengladbach wieder frei : Zwei Staufallen entfallen

Nach mehr als einem Jahr Bauzeit ist die Theodor-Heuss-Straße ab Montag, 19. April, wieder komplett befahrbar. Ab 21. April ist auch die wegen eines Brückenabrisses gesperrte Hermann-Piecq-Anlage wieder frei für den Autoverkehr.

(dr) In den vergangenen Wochen mussten sich Autofahrer in Mönchengladbach in Geduld üben. Gleich zwei wichtige Trassen waren gesperrt, was für einige Staus sorgte. Doch jetzt verspricht die Stadt Entspannung. Am Montag, 19. April, wird die Theodor-Heuss-Straße wieder freigegeben. Einen Tag später, am 20. April gegen 20 Uhr, soll auch die Hermann-Piecq-Anlage freigegeben werden.

Bei der Theodor-Heuss-Straße, wo zwischen Flieth- und Hofstraße ein lärmoptimierter Asphalt aufgetragen wurde, sollte die Vollsperrung eigentlich nur eine Woche betragen und bis zum Ende der Osterferien abgeschlossen sein. Nach Angaben der Stadt war es bei der beauftragten Firma zu „pandemiebedingten Quarantäneeinschränkungen“ gekommen, weshalb die Arbeiten und damit auch die Sperrung eine Woche verlängert werden mussten. Kleinere Arbeiten auf dem östlichen Geh- und Radweg sollen als „Wanderbaustelle“ abgearbeitet werden. Geringfügige Einschränkungen soll es auch wegen des barrierefreien Ausbaus der Gehwege an der Kreuzung zur Hofstraße geben. Ansonsten sind alle Fahrbahnen wieder befahrbar – das erste Mal seit Beginn der Bauarbeiten im Februar  2020.

 Die Brücke Viersener Straße wurde abgerissen, währenddessen war die Hermann-Piecq-Anlage gesperrt.
Die Brücke Viersener Straße wurde abgerissen, währenddessen war die Hermann-Piecq-Anlage gesperrt. Foto: Andreas Gruhn

Die Abbruch- und Montagearbeiten an der Brücke Viersener Straße lagen dem Rathaus zufolge im Zeitplan, so dass die Hermann-Piecq-Anlage entsprechend am Dienstagabend wieder freigegeben werden kann. Der Verkehr wird dann jeweils über eine Richtungsfahrspur geführt. Planungsdezernent Gregor Bonin bedankt sich bei den Anwohnern für das Verständnis, denn der Abriss der Brücke sei mit Nachtarbeiten und erheblichem Lärm verbunden gewesen. Das habe sich jedoch ausgezahlt. „Wir haben in kürzester Zeit den Abriss der Oberbauten bewerkstelligen können“, betont Bonin. Auch die Zu- und Ausfahrt des Parkhauses ist mit einer verkürzten Einfahrt nach der Vollsperrung wieder nutzbar.

Die Sanierung an den Rampen und den Bestandswiderlagern wird laut Bonin jedoch umfangreicher ausfallen, als bisher geplant. Bei den Abbrucharbeiten sei festgestellt worden, dass im hinteren und bisher verdeckten Bereich ein Bauteil der Kammerwand in einem schlechteren Zustand sei als angenommen. Verschiebungen im weiteren Bauablauf seien nicht ausgeschlossen. Derzeit ist die Fertigstellung der Brücke für Ende Oktober geplant. Die Kosten sind bisher mit 4,5 Millionen Euro angesetzt. Das sind 55 Prozent mehr als zunächst geschätzt worden war.