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Mönchengladbach: Frank Boss besucht Transformatorenwerk der GE Grid

Treffen in Mönchengladbach : Boss ist zwei Jahre nach der Werksrettung zu Gast bei GE Grid

Der Mönchengladbacher CDU-Landtagsabgeordnete Frank Boss besuchte das Transformatorenwerk, das vor zwei Jahren knapp vor dem Aus stand. Dementsprechend war die damalige Rettung das große Thema des Treffens.

Dirk Starossa kann sich noch gut an seine aller­ersten Gedanken erinnern, nachdem er die Nachricht erhalten hatte, das Mönchengladbacher Transformatorenwerk der GE Grid GmbH werde geschlossen. „Ich habe geglaubt, dass die Chance, diese Entscheidung der Unternehmenszentrale in den USA nochmals zu ändern, bei null Prozent liegt“, sagte der Geschäftsführer des Gladbacher Werks, das jedoch das Unmögliche im Jahr 2018 doch möglich machte. Daran erinnerten sich alle Beteiligten, als der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete Frank Boss am Donnerstag zusammen mit dem Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen, Josef Hovenjürgen, und dem Landesvorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, Dennis Radtke, im Werk zu Gast war.

„Ich erinnere mich an eine sehr schwierige, spannende Zeit, die aber erfolgreich war. GE ist ein Paradebeispiel dafür, dass man nicht aufgeben darf“, sagte Boss. Und das tat damals Starossa auch dank der „großartigen Zusammenarbeit mit der gesamten Belegschaft“ nicht. So sind nun immer noch knapp 300 Mitarbeiter im Werk an der Rheinstraße beschäftigt.

Nach einem Rundgang durch die Produktionshalle nannte der Betriebsratsvorsitzende Falk Hoinkis die Hauptgründe, warum die Gladbacher die US-Unternehmensspitze davon überzeugen konnte, das Werk nicht zu schließen: „Wir haben uns damals im Team überlegt, dass wir nicht die Arbeit niederlegen, sondern sowohl GE Grid als auch die Kunden von unserer Leistung und Bedeutung überzeugen. Zudem hatte ich als Mitglied des europäischen Betriebsrats die Chance, auch mit dem Topmanagement ins Gespräch zu kommen.“

Hoinkis zählte aber auch die Unterstützung durch die Politik als einen entscheidenden Faktor auf – sei es zunächst in Mönchengladbach, über die Landesebene bis nach Berlin. Dies erhoffen sich die Mönchengladbacher nun auch für die Kollegen ihres Schwesternwerks in Kassel, das vom Aus bedroht ist. Denn ohne eine gute Zusammenarbeit sei eine Rettung kaum möglich. Das Gladbacher Werk hat diesen Kraftakt erfolgreich bewältigt.