Fund in Mönchengladbach Fliegerbombe im Bresgespark ist entschärft

Mönchengladbach · Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf hat am Mittwochabend im Mönchengladbacher Bresgespark eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen müssen. 500 Menschen waren von der Evakuierung im Umkreis von 500 Metern betroffen.

Sie entschärften am Mittwochabend die Fliegerbombe im Bresgespark: Michael Hilgers, Marcel Biemann und Dirk Schmitz (v.l.).

Sie entschärften am Mittwochabend die Fliegerbombe im Bresgespark: Michael Hilgers, Marcel Biemann und Dirk Schmitz (v.l.).

Foto: Stadt Mönchengladbach

Im Bresgespark ist am Mittwochabend um 19.47 Uhr eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die Bombe war am Mittwoch bei Rodungsarbeiten für die Renaturierung der Niers im Bresgespark gefunden worden. Marcel Biemann und Michael Hilgers vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärften innerhalb von 40 Minuten die Bombe, die laut Aussage der Stadt einen Heck-Aufschlagzünder gehabt habe.

Die Entschärfung der Bombe hatte sich am frühen Abend nochmals um etwa 35 Minuten nach hinten verschoben, weil es bei der Sperrung einer Hauptgasleitung in unmittelbarer Nähe zum Bombenfund aus technischen Gründen zu einer Verzögerung gekommen war.

Die Stadt hatte zudem den Bereich im Radius von 500 Metern um die Fundstelle evakuiert müssen. Etwa 500 Anwohner waren von der Evakuierung betroffen, zudem zwei Supermärkte, eine Tankstelle und verschiedene Kleingewerbe. Die Wache der Feuerwehr am Stockholtweg zählte nicht dazu, sie lag knapp außerhalb des Radius. Auch der Luftraum in Höhe von 1000 Metern musste gesperrt werden – wegen der möglichen Druckwelle.

Insgesamt 50 Kräfte aus dem Ordnungsamt hatten die Anwohner am Nachmittag über die Evakuierung informiert, zudem setzte die Feuerwehr Lautsprecherwagen ein. Für Anwohner, die das Gebiet nicht selbst verlassen konnten, standen von der NEW zwei Evakuierungsbusse bereit, die laut Stadt zehn Personen nutzten. Die Anwohner wurden zur Turnhalle Am Torfbend gefahren, dort wurden insgesamt 16 Personen von den Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst betreut. Die ebenfalls von den Hilfsorganisationen gestellten Wagen für Kranken- und Behindertentransporte mussten nicht eingesetzt werden.

Ab 17 Uhr waren die Straßen im Evakuierungsbereich gesperrt. Eine Ausnahme war die Hauptverkehrsachse Bahner – Zoppenbroicher Straße, die erst um 18 Uhr gesperrt wurde. Die Umleitung erfolgte über Mülfort und Schloss Rheydt. Die Mags hatte zudem insgesamt 13 Straßensperren aufgestellt. Laut Stadt gab es Verkehrsprobleme in der Rheydter Innenstadt. Die in dem Gebiet verkehrenden Buslinien wurden umgeleitet, die im Radius liegenden Haltestellen entfielen für den Zeitraum der Entschärfung.