Mönchengladbach: Felicitas Schake nimmt an Wahl zur Miss Handwerk teil

Mönchengladbach : Diese Gladbacherin will Miss Handwerk 2019 werden

Felicitas Schake bewirbt sich zur Miss Handwerk 2019 und ist im Kalender des Deutschen Handwerksblattes abgebildet. Die 23-jährige Maler-Gesellin will so für ihren Beruf werben.

Der März 2019 wird für Felicitas Schake kein Monat wie jeder andere. Zum einen wird sie sich selbst jeden Tag auf dem Kalenderblatt in der heimischen Küche sehen können, denn die 23-Jährige ist Teil des Kalenders von „Germany’s Power People“, Deutschlands größtem Handwerker-Casting, durchgeführt vom Deutschen Handwerksblatt. Und bei der Internationalen Handwerkermesse Mitte März in München wird sich entscheiden, ob die Malergesellin aus Mönchengladbach darüber hinaus auch Miss Handwerk 2019 wird. In der finalen Abstimmung, das noch bis Anfang März läuft, liegt sie derzeit auf dem fünften Platz.

„Ich lasse mich von den Zwischenständen nicht beeinflussen, zumal zum Endergebnis auf der Messe auch eine Jury und Publikumsstimmen an der Bühne beitragen werden. Zudem ist es schon überragend, dass ich es überhaupt bis ins Finale geschafft habe“, sagt Schake. Als ihr der befreundete Malermeister Torsten Jansen den Tipp gab, doch an dem Casting für den Kalender teilzunehmen, sei sie zunächst skeptisch gewesen. „Natürlich denkt man im ersten Moment an die typischen Miss-Wahlen, aber dann habe ich es als Chance gesehen, aus meiner Perspektive erzählen zu können, wie mein Beruf wirklich ist“, sagt die 23-Jährige.

Sowohl von ihrer Familie und ihren Freunden als auch von den Arbeitskollegen im Maler-Fachbetrieb Christian Hurtmanns erhielt sie Unterstützung – und viele Stimmen für das erste Voting, mit denen sie es zum Kalender-Shooting in Düsseldorf schaffte. „Ich war zwar völlig unerfahren vor der Kamera, doch ich habe mich gut dabei gefühlt. Wir hatten ein tolles Team mit Fotografen und Visagisten, und die Atmosphäre war locker und lustig“, sagt Schake. Ins Model-Geschäft will sie nun aber nicht einsteigen, dafür mag sie den Maler-Beruf zu sehr.

Die Maler-Gesellin Felicitas Schake zuhause in ihrem Zimmer. Sie hofft auf viel Unterstützung bei dem Wettbewerb. Foto: Jana Bauch

Dabei war Schake nach dem Abitur noch nicht direkt klar, in welche Richtung es für sie beruflich gehen sollte. „Es war mir allerdings wichtig, dass der Beruf mit meinem Reitsport und der Pflege meines Pferdes vereinbar ist. Und dann bin ich über einen Nachbarn zu einem Praktikum in einem Malerbetrieb gekommen und war positiv überrascht“, sagt Schake. Vor allem habe ihr imponiert, wie vielfältig der Beruf der Malerin und Lackiererin ist.

„Spannend ist vor allem, dass ich immer wieder vor der Herausforderung stehe, eine neue Baustelle mit neuen Problemen zu betreten und dann gefordert bin, den Kunden zufrieden zu machen“, sagt Schake. Zudem sei es keineswegs ein Beruf, den nur Zwei-Meter-Männer, sondern auch zierliche Personen wie sie ausüben könnten. All dies erzählt sie in letzter Zeit häufiger, denn die Teilnahme an der Wahl zu Miss Handwerk hat Schake bekannt gemacht. „Ich bin vom Trubel schon überrascht, denn jetzt werde ich plötzlich zu Veranstaltungen anderer Unternehmen eingeladen. Aber ich sehe das als schöne Werbung, sowohl für mein Gewerk allgemein als auch für meinen Arbeitgeber“, sagt Schake. Vor zwei Jahren machte sie ihren Gesellenbrief, den Abschluss zur Meisterin hat sie sich fest vorgenommen. Zunächst steht aber noch die Entscheidung bei der Wahl zur Miss Handwerk im Fokus.

An Unterstützung bei der Messe in München wird es nicht mangeln, sowohl ihre beste Freundin sowie ihre Mutter als auch ihr Chef Christian Hurtmanns sowie Malermeister Torsten Jansen, der ihr die Teilnahme schmackhaft gemacht hatte, werden Schake begleiten. Und auch wenn es nichts wird mit dem ersten Platz: Bald wird sie jeden Tag vom März-Blatt des Handwerker-Kalenders strahlen. Das kann ihr keiner nehmen.

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