Mönchengladbach: FDP-Poltiiker Johannes Vogel für Bürgergeld statt Grundsicherung

Mönchengladbach: FDP-Politiker Vogel: Bürgergeld statt Grundsicherung

Der NRW-Generalsekretär der Liberalen war beim Dreikönigsessen zu Gast in Mönchengladbach.

Beim Dreikönigsessen der FDP im Restaurant La Cottoneria hatten der Ortsverband West und der Kreisverband Mönchengladbach Besuch aus der Landes- und Bundespolitik. Johannes Vogel, Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär der FDP-NRW, zeigte sich gleich selbstkritisch. „Bereiten wir wirklich alle Menschen auf die Veränderungen in unserer Gesellschaft vor – geben wir ihnen genügend Orientierung?“

In einem leidenschaftlichen Vortrag warb er für eine neue Agenda, deren Inhalte einen für die nächsten 15 Jahre tragfähigen, liberalen Gegenentwurf zur Großen Koalition im Bund darstellen. Dabei steht für ihn das Thema Bildung ganz oben. „Wir schulden den Menschen, insbesondere denen mit geringem Einkommen, ein Bildungssystem, das  sie nicht nur in Schule und Ausbildung, sondern während ihres ganzen Lebens stützt“, so Vogel. Dazu zählt für den Abgeordneten auch die staatliche Förderung  individueller Weiterbildung durch ein sogenanntes „Bildungssparen“. Die wachsende Altersarmut treibt den 36-Jährigen besonders um. Die aktuelle soziale Grundsicherung sieht er als ungeeignet an, um  älteren Menschen einen sorgenfreien Lebensabend zu gewährleisten. „Wir von der FDP wollen diesen Systemwandel beenden und ein neues Bürgergeld einführen“, kündigt er an. Beim Thema Rente verweist er auf die aktuelle Praxis in Schweden und Norwegen. Dort gibt es flexible Regelungen, die schon während der Erwerbszeit individuelle Lebensentwürfe zulassen. „Damit fühlen sich die Menschen ernst genommen. Sie können einzelne Lebensphasen selbstbestimmt gestalten und zahlen dies der Gesellschaft oft mit einem späteren Renteneintritt zurück“, zeigt sich Vogel beeindruckt.

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Er wünscht sich in Deutschland wieder mehr Erfindergeist und Gründerkultur, sieht hier aber aktuell zu hohe bürokratische Hindernisse. Die Belastung der unteren und mittleren Einkommen mit Steuern und Sozialabgaben sieht er im internationalen Vergleich zu hoch. 

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