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Mönchengladbach: Falscher Polizist und falsche Gesundheitsamt-Mitarbeiter

Trickbetrüger-Serie in Mönchengladbach : Falscher Polizist und falsche Gesundheitsamt-Mitarbeiter

Eine 87-jährige Frau verlor einen vierstelligen Geldbetrag. Ein 96-Jähriger hätte beinahe eine sehr viel höhere Summe verloren. In seinem Fall konnten aufmerksame Bankmitarbeiter das verhindern.

Die Trickbetrüger-Serie in der Stadt reißt nicht ab. Am Donnerstag meldete die Polizei gleich zwei Fälle. Eine 87-jährige Frau aus Hardt verlor so einen vierstelligen Geldbetrag. Bei ihr hatten am Mittwoch drei Fremde geklingelt. Eine Frau hatte sich dafür als Gesundheitsamt-Mitarbeiterin ausgegeben, um in die Wohnung der Seniorin zu gelangen. Laut der Aussage eines Zeugen parkte am Mittag zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr ein silberner VW Passat vor dem Haus der 87-Jährigen. Aus dem Wagen stiegen eine Frau und ein Mann aus, während ein dritter Verdächtiger im Auto sitzen blieb.

Die Frau habe dann bei der 87-Jährigen geklingelt, und der Mann sei in den Garten gegangen. Das Opfer gab später an, dass die Frau, die an ihrer Tür geklingelt hatte, ihr Fragen zur Corona-Pandemie gestellt habe. Im Laufe des Gesprächs seien sie zusammen ins Wohnzimmer gegangen. Die Haustür habe dabei weiter offen gestanden. Nach kurzer Zeit habe dann ein Mann an der Terrassentür geklopft. Die Frau habe daraufhin die Tür geöffnet und mit dem Unbekannten geredet. Anschließend seien dann beide gegangen. Später stellte die 87-Jährige fest, dass die Schränke in ihrem Schlafzimmer offen standen und Geld entwendet wurde.

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Die Polizei sucht Zeugen, denen am Tattag im Bereich der Winkelner Straße der silberne VW Passat aufgefallen ist. Hinweise an 02161 290.

Dank des Eingreifens aufmerksamer Bankmitarbeiter ist ein 96-jähriger Mann aus Rheydt am Mittwoch vor größerem finanziellem Schaden bewahrt worden. Der Senior war Ziel der Betrugsmasche „falscher Polizeibeamter“ geworden.

Nach eigenen Angaben hatte der 96-Jährige gegen 15 Uhr einen Anruf erhalten. Die Frau am Telefon gab sich als gute Freundin aus, die dringend Hilfe benötige. Im weiteren Verlauf übernahm dann ein vermeintlicher Polizist das Gespräch. Er erzählte dem Senior, dass seine Freundin einen Autounfall verursacht habe, bei dem eine Frau ums Leben gekommen sei. Der angebliche Beamte führte weiter aus, dass die Freundin eine fünfstellige Kaution hinterlegen müsse, weil sie sonst in das Gefängnis müsse. Daraufhin wurde der 96-Jährige dazu gedrängt, das Geld dafür bei seiner Bank in Rheindahlen zu besorgen. In der Bankfiliale wurden aufmerksame Mitarbeiter skeptisch, als der Senior versuchte das Geld abzuheben. Sie verständigten daraufhin die Polizei.

Die Polizei Mönchengladbach warnt: „Echte Polizisten würde solche Anrufe nie tätigen. Klären Sie bitte ältere Menschen in Ihrem Umfeld auf. Wenn Sie selbst solche Anrufe erhalten oder sich unsicher sind, ob sie einen Kriminellen am Telefon haben, dann melden Sie sich umgehend bei der Polizei.“

(RP)