Neue Masche in Mönchengladbach Falsche Polizisten bestehlen Lkw-Fahrer

Mönchengladbach · Betrüger lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen, um an das Geld anderer Menschen zu kommen. Bei einer neuen Masche haben die Straftäter besonders Berufskraftfahrer im Visier.

 Die Polizei Mönchengladbach sucht Zeugen nach einem ungewöhnlichen Diebstahl.

Die Polizei Mönchengladbach sucht Zeugen nach einem ungewöhnlichen Diebstahl.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Die Masche ist ungewöhnlich, hat aber bereits einige Male den Betrügern den gewünschten Erfolg eingebracht. Am Dienstag, 19. September, gelang dieser Trick auch auf Mönchengladbacher Stadtgebiet.

Wie die Polizei mitteilte, hatten sich zwei Männer als Polizeibeamte ausgeben und einen Lastwagenfahrer auf der A 52 angehalten. Anschließend nahmen sie dem 27-Jährigen Geld ab und flüchteten.

Nach eigenen Angaben war der 27-jährige Berufskraftfahrer gegen 13.20 Uhr auf der A 52 in Richtung Roermond unterwegs, als er von einem grünen Opel (Astra) mit Osnabrücker-Kennzeichen überholt wurde. Als sich das Auto auf gleicher Höhe befunden habe, habe der Beifahrer durch die Scheibe ein Dokument mit der Aufschrift Polizei gezeigt.

Daraufhin sei er dem Fahrer in die Abfahrt der Anschlussstelle Mönchengladbach-Hardt gefolgt und man habe auf der L 39 nahe der Abfahrt angehalten. Dann seien die beiden Männer ausgestiegen und an die Fahrertür herangetreten. Einer der vermeintlichen Polizisten habe ihn nach seinen Dokumenten und mitgeführten Geldbeträgen gefragt. Er habe deshalb sein Portemonnaie geholt und die darin befindlichen Geldscheine herausgeholt. Als er die Scheine aufgefächert vorgezeigt habe, habe einer der beiden ihm das Geld aus der Hand gerissen. Anschließend sei das Duo zurück zum Fahrzeug gelaufen und in Richtung der A 52 davongefahren.

Die Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben: Sie sind circa 1,80 Meter groß, haben ein osteuropäisches Erscheinungsbild und dunkle Haare.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zu den Tatverdächtigen machen können, sich unter der Rufnummer 02161 290 zu melden.

Auch aus anderen Polizeibehörden wurden solche Fälle gemeldet. In Neubeckum im Kreis Warendorf wurde beispielsweise am 23. August ein Lkw-Fahrer aus der Ukraine von zwei falschen Polizisten angehalten. Einer der Männer machte dem kaum Deutsch verstehenden Fahrer deutlich, dass er seine Dokumente aushändigen solle und seine Sachen zwecks einer Drogenkontrolle durchsucht würden. Der Ukrainer, der annahm, dass es sich um Zivilpolizisten handelte, händigte seinen Ausweis und seine Umhängetasche aus. Nachdem er die Sachen zurück erhalten hatte, stellte er wenig später den Diebstahl seines Geldes fest. Auch diese Männer waren in einem grünen Opel unterwegs.

Auch aus Wolfsburg und Erfstadt wurden bereits solche Trickdiebstähle gemeldet.

(RP)
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